Student verklagt seine Uni, weil er nicht den gewünschten Abschluss erreicht

Cardiff (Großbritannien) - Der 33-jährige Student Umer Riaz verklagte die University of South Wales auf Schadensersatz in Höhe von 200.000 Britischen Pfund (231.000 Euro). Seine Begründung: Er hatte nicht die Note bekommen, die er haben wollte.

Dass der pakistanische Student mit seiner Klage Erfolg haben wird, ist eher unwahrscheinlich. (Symbolbild)
Dass der pakistanische Student mit seiner Klage Erfolg haben wird, ist eher unwahrscheinlich. (Symbolbild)  © olegdudko/123RF

Um seine Universität zu verklagen, soll Umer Riaz laut Bericht der Sun mehrere Tausend Pfund ausgegeben haben - kein schlechter Deal bei der erhofften "Gegenleistung" von 200.000 Pfund.

Doch daraus wird aller Wahrscheinlichkeit nach nichts. Denn die Klage des Studenten aus Pakistan wurde am Donnerstag vom Bezirksgericht in Cardiff abgewiesen.

Auch die Uni hatte zuvor bereits verkündet, dass der Klage "keine Aussicht auf Erfolg" beschieden sei. Doch Umer will den Kampf nicht aufgeben und die Klage vor das oberste Gericht Großbritanniens, nötigenfalls "sogar bis zur UNO" bringen.

Umer begann sein Studium in Wales im Jahr 2011, musste aber sein erstes Jahr wiederholen, nachdem er nicht die Credits erhalten hatte, die er benötigte.

Im Jahr 2014 litt er unter schlechter Gesundheit, was dazu führte, dass seine Module für das zweite Jahr auf das nächste Jahr verschoben wurden. Sein Ziel war der begehrte Ehrenabschluss. Doch wieder reichten die Credits nicht, sodass Umer sein Studium nur "mit Erfolg" abschloss.

Die Universität hätte ihm verboten, bessere Module zu belegen, so sein Vorwurf. Nun müsse er verzweifelt um einen Job kämpfen, weil er nicht mehr das Geld habe, um für den angestrebten PhD in organischer Chemie zu studieren.

"Es war sehr stressig", sagte Umer gegenüber Metro: "Wenn ich einen Abschluss mit Auszeichnung gehabt hätte, könnte ich jetzt wie meine Kollegen an anständigen Orten arbeiten." Jedes Studienjahr an der University of South Wales habe ihn ungefähr 10.000 Pfund gekostet und das sei nun alles umsonst.

"Meine Mutter weint viel, sie weint zu viel. Ich spreche jeden Tag mit ihr und sage, dass es mir gut geht", so Umer.

Eine Sprecherin der Universität sagte: "Wir nehmen alle Beschwerden ernst und sind bestrebt, unsere strengen Standards einzuhalten. Alle unsere Prozesse wurden fair und genau befolgt, das bestätigte auch das Urteil des unabhängigen Richters für Hochschulbildung."


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