Puigdemont (55) besucht Deutschland und beschenkt die JVA, in der er einsaß!

Kiel - Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont kommt ein Jahr nach seiner Festnahme in Schleswig-Holstein wieder nach Neumünster.

Carles Puigdemont, ehemaliger Präsident der spanischen Region Katalonien, als er mit seinen Anwälten aus der JVA Neumünster kommt und winkt.
Carles Puigdemont, ehemaliger Präsident der spanischen Region Katalonien, als er mit seinen Anwälten aus der JVA Neumünster kommt und winkt.  © DPA

Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont will sich am Sonntagabend mit Vertretern der Hamburger Ortsgruppe der Separatistenorganisation Katalanische Nationalversammlung (ANC) und weiteren Unterstützern zum privaten Abendessen treffen.

Am Montagvormittag will er zudem der Justizvollzugsanstalt 100 Bücher katalanischer Autoren in deutscher Übersetzung spenden.

Puigdemont war am 25. März 2018 an der Autobahn 7 auf der Rückreise aus Skandinavien festgenommen worden (TAG24 berichtete). Grundlage war ein von Spanien erwirkter europäischer Haftbefehl.

Anschließend kam der Politiker in Neumünster in Haft und nach 13 Tagen unter Auflagen wieder frei. Im Juli hob das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht den Auslieferungshaftbefehl gegen Puigdemont auf.

Der Grund: Das Oberste Gericht in Madrid hatte auf eine Auslieferung des damals 55-Jährigen verzichtet. Ende Juli verließ er Deutschland.

Eine Frau stand vor der JVA Neumünster in eine Estelada Blava, die Fahne der katalanischen Nationalisten. Der frühere katalanische Regionalpräsident Puigdemont befand zu der Zeit in Neumünster in Gewahrsam.
Eine Frau stand vor der JVA Neumünster in eine Estelada Blava, die Fahne der katalanischen Nationalisten. Der frühere katalanische Regionalpräsident Puigdemont befand zu der Zeit in Neumünster in Gewahrsam.  © DPA

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