Carlos, du Kämpfer! Junge darf endlich zu seiner Familie nach Angola

Groß-Gerau - Der zehnjährige Carlos aus Angola kann nach eineinhalb Jahren die Kreisklinik Groß-Gerau verlassen.

Strahlemann Carlos hat sogar Deutsch gelernt.
Strahlemann Carlos hat sogar Deutsch gelernt.  © DPA

Das Kind war bei einem Unfall in seiner Heimatstadt Luanda so schwer verletzt worden, dass eine Amputation seines linken Beins drohte, wie der Kreis am Donnerstag in Groß-Gerau mitteilte.

Der Junge war unter einer eingestürzten Mauer begraben worden und konnte fast zwei Jahre überhaupt nicht laufen. Über die Organisation Friedensdorf International kam Carlos nach Groß-Gerau. Der Chefarzt der Unfallchirurgie, Ali Noufal, konnte das Bein retten.

Allerdings gab es im vergangenen Jahr einige, heftige Rückschläge: Es kam zu mehreren Entzündungen und der eingesetzte Nagel musste erneuert werden. "Carlos kann jetzt mit Krücken wieder gehen und darf – nach einem kurzem Zwischenaufenthalt im Friedensdorf – nächste Woche zurück zu seiner Familie nach Luanda", hieß es am Donnerstag. Die Kosten für die Operation und den Krankenhausaufenthalt trage der Kreis.

Über die Organisation Friedensdorf kommen immer mal wieder Kinder aus Krisenregionen zur Behandlung in die Klinik, wie der Kreis berichtete. Für Carlos war der Aufenthalt allerdings besonders lang.

Er hat in diesen Monaten gut Deutsch gelernt. Bei aller Freude über die Heimkehr werde Carlos die vielen Menschen, die sich in der Klinik um ihn gekümmert haben sicherlich vermissen. "Genauso wie seine Lieblingspizza mit Thunfisch und Zwiebeln."


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