Unfassbar, was diese Kreuzfahrtschiffe auf den Meeren treiben

Miami - Millionen Menschen lieben es, mit dem Kreuzfahrtschiff über die Meere zu schippern, an verschiedenen Orten Station zu machen und neue Reiseziele zu entdecken. Doch die Kehrseite interessiert nur wenige: Die Luxusliner gehören zu den größten Umweltverschmutzern.

Das Schiff "Adonia" von "Fathom Line", die zu "Carnival Cruise Line" gehört im Mai 2016 im Hafen von Havana.
Das Schiff "Adonia" von "Fathom Line", die zu "Carnival Cruise Line" gehört im Mai 2016 im Hafen von Havana.  © Imago images/Agencia EFE

Sie verbrauchen enorm viel Energie, stoßen Abgase, Feinstaub, Stick- und Schwefeloxide und Feinstaub aus.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, muss die amerikanische Reederei "Carnival Cruise Line" jetzt eine Millionen-Strafe zahlen. Zu jucken scheint das die Unternehmensbosse nur wenig, denn das Unternehmen ist Wiederholungstäter!

Schon 2016 wurde "Carnival Cruise Line" zu einer saftigen Strafe von 35 Millionen Euro verdonnert, weil die Schiffe ölige Abfälle in den Meeren versenkt hatten. Das wurde dann auch noch versucht zu vertuschen. Alle neun Kreuzfahrtmarken des Unternehmens mit mehr als 100 Schiffen waren davon betoffen.

Zudem bekam die Reederei eine Bewährungsstrafe. Und gegen genau diese Auflagen hat sie nun wieder verstoßen. So haben Schiffe in den vergangenen Jahren sogenanntes graues Wasser (stark verunreinigt) in den Meeren hinterlassen, laut Daily Mail auch im Bereich des Glacier Bay National Parks in Alaska.

Ein Kreuzfahrtschiff der Carnival Cruise Line im Oktober 2018 in den USA.
Ein Kreuzfahrtschiff der Carnival Cruise Line im Oktober 2018 in den USA.  © imago images/Zuma Press

Auf den Bahamas kippten die Luxusliner Plastik- und Lebensmittelabfälle ins Meer. Arnold Donald, der CEO von "Carnival Cruise Line", bekannte sich in sechs nachgewiesenen Fällen der Verschmutzung der Meere schuldig.

Und das obwohl das Unternehmen im Rahmen des Verfahrens 2016 eine Vereinbarung unterzeichnet hatte, die sie zur Reduzierung der Verschmutzung zwingen sollte. Nun werden noch einmal 17 Millionen Euro Strafe fällig.

Neben des bedrohlichen Verhaltens gegenüber der Umwelt gestand der SEO auch gleich noch, dass die Firma Compliance-Dokumente gefälscht hat und sich andere Verstöße gegen die Verwaltungsvorschriften hat zu Schulden kommen lassen.

"Carnival Cruise Line" hat sich im neuerlichen Prozess nun dazu verpflichtet, ihre Compliance- und Schulungsprogramme umzustrukturieren, die Umweltverschmutzung zu reduzieren und ein besseres System für die Meldung von Umweltverstößen an die Behörden zu entwickeln.

Dem Unternehmen wurden dafür Fristen zum 13. September und dem 9. Oktober gesetzt. Sollten die Maßnahmen bis dahin nicht eingeleitet sein, drohen pro Tag (!!) 1 Million US-Dollar Strafe, bei Überschreitung der zweiten Frist eine Strafe von 10 Millionen US-Dollar pro Tag.

Zudem drohte der Richter an, dass in nächster Instanz dann Haftstrafen für die ranghohen Mitarbeiter des Unternehmens drohen.


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