Grüne fordern breiteren Radweg auf Carolabrücke

Dresden - 38 000 Autos fahren pro Tag über die Carolabrücke. Dennoch gibt es im Stadtrat Ideen, die Brücke nach einer anstehenden Sanierung nur einspurig befahrbar zu machen. Im Bauausschuss scheiterte der Plan am Widerstand der neuen Bürgerfraktion.

Der Radweg über die Brücke ist aus Sicht von Linken, Grünen und SPD viel zu klein.
Der Radweg über die Brücke ist aus Sicht von Linken, Grünen und SPD viel zu klein.  © Norbert Neumann

Konkret wurde jetzt über die zwei Spuren Richtung Neustadt diskutiert. Aus Sicht vor allem der Grünen gehört auf die Elbquerung eine eigenständige Radverkehrsanlage - notfalls zulasten einer Autospur.

"Wir brauchen einen ordentlichen Radweg, die jetzige Situation ist für so eine wichtige Radstrecke indiskutabel", so Johannes Lichdi (54, Grüne).

Der Antrag, die jetzigen Planungen zu stoppen und einen breiteren Radweg zu prüfen, wurde dennoch knapp abgelehnt. Ausschlaggebend war die Stimme der Bürgerfraktion.

"Wir können nicht das Blaue Wunder bei einem Spurwegfall sanieren, die Augustusbrücke dichtmachen und hoffen, dass die Leute über die Elbe rudern. Ein Radweg darf nicht mit Gewalt erzwungen werden", so Thomas Blümel (53, Bürgerfraktion).

Fast 40 000 Autos fahren pro Tag über die Carolabrücke.
Fast 40 000 Autos fahren pro Tag über die Carolabrücke.  © Norbert Neumann
Wehrt sich gegen die Reduzierung von Fahrspuren: Thomas Blümel (53, Bürgerfraktion).
Wehrt sich gegen die Reduzierung von Fahrspuren: Thomas Blümel (53, Bürgerfraktion).  © Holm Helis
Will einen sicheren und ausreichend großen Radweg: Johannes Lichdi (54, Grüne).
Will einen sicheren und ausreichend großen Radweg: Johannes Lichdi (54, Grüne).  © Steffen Füssel

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