Carsharing, Leihräder, Ladesäulen: So wird Dresden mobil gemacht

Dresden - Dresden im Jahr 2020: Wer über eine neue App den Weg von Bühlau nach Cossebaude sucht, der bekommt auf Wunsch die beste und schnellste Kombination aus Rad, Bus und Leihauto angezeigt.

"teilAuto" ist einer der Partner im Mobilitätskonzept der Stadt.
"teilAuto" ist einer der Partner im Mobilitätskonzept der Stadt.  © Teilauto

Gezahlt werden kann über die DVB-Jahreskarte. Ein wichtiger Meilenstein dafür: Dresden schafft in den nächsten etwa sechs Jahren 76 Mobilitätspunkte.

Die sollen einen entspannten und schnellen Wechsel zwischen ÖPNV, Leihrad, Leihauto und E-Autos ermöglichen. Pro Mobilitätspunkt sind dafür Schnelllade-Säulen, freies WLan, Carsharing-Plätze sowie Stellplätze für Räder geplant. In direkter Nähe liegt immer eine wichtige Haltestelle. Ein Standort kostet mehr als 100.000 Euro - allein eine Schnellladesäule kostet 25.000 Euro.

Das Ziel von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, Grüne): "Wir wollen die private Kfz-Nutzung senken, um Lärm, Platzbedarf und Luftverschmutzung zu verringern. Dafür soll es aber keine Verbote geben. "Wir wollen den Dresdnern für ihre Arbeitswege und Freizeitaktivitäten komfortable und schnelle Mobilität anbieten."

DVB-Chef Andreas Hemmersbach (50) ganz praktisch: "Wer nachts keine zehn Minuten auf die Bahn warten will, nimmt sich einfach ein nebenan stehendes Leihrad. Die Hürden dafür werden gesenkt, gemeinsame Tarife entstehen."

Beginnen wird die Zukunft der Dresdner Mobilität mit der Eröffnung des ersten Mobilitätspunktes am Pirnaischen Platz am 21. September.

Im nächsten Jahr folgen Bahnhof Mitte, Wasaplatz, Fetscherplatz, Altpieschen und der P+R Parkplatz in Prohlis. Bis 2022 sollen 28 Standorte fertig sein, bis 2024 möglichst viele der insgesamt geplanten 76 Mobilitätspunkte.

Der Chef der Dresdner Wirtschaftsförderung, Robert Franke (41, l.), und DVB-Chef Andreas Hemmersbach (50) zeigen die Baustelle am Pirnaischen Platz.
Der Chef der Dresdner Wirtschaftsförderung, Robert Franke (41, l.), und DVB-Chef Andreas Hemmersbach (50) zeigen die Baustelle am Pirnaischen Platz.  © Holm Helis
Am Pirnaischen Platz werden die vorhandenen Elektro-Tankstellen erweitert und zum Mobilitätspunkt ausgebaut.
Am Pirnaischen Platz werden die vorhandenen Elektro-Tankstellen erweitert und zum Mobilitätspunkt ausgebaut.  © Holm Helis
Partner ist ebenfalls "sz-bike" der DDV-Mediengruppe, zu der auch die Morgenpost gehört.
Partner ist ebenfalls "sz-bike" der DDV-Mediengruppe, zu der auch die Morgenpost gehört.  © Steffen Füssel

Titelfoto: Holm Helis, teilAuto


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0