Cartoonist Ruthe verarscht AfD-Mann Höcke

So nimmt Ralph Ruthe den AfD-Politiker Björn Höcke auf die Schippe.
So nimmt Ralph Ruthe den AfD-Politiker Björn Höcke auf die Schippe.

Bielefeld - Spätestens seit seiner Skandal-Rede zum deutschen Geschichts(miss)verständnis in Dresden ist AfD-Politiker Björn Höcke bei vielen unten durch. Selbst ein Partei-Ausschluss, über den das Landesschiedsgericht der AfD Thüringen entscheiden muss, ist nicht ausgeschlossen.

Bei dem Auftritt am 17. Januar hatte er eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" gefordert und beklagt, die positiven Elemente der deutschen Historie würden im Vergleich zu den Gräueltaten der Nazi-Zeit nicht genügend beachtet.

Jetzt bezog der Bielefelder Cartoonist Ralph Ruthe klar Stellung zu dem umstrittenen Politiker. In seinem neuesten Cartoon nimmt er ihn ordentlich auf die Schippe.

Zu sehen ist einerseits ein Bild von Höcke, auf dem in weißen Großbuchstaben "Populist" geschrieben steht. Daneben sind zwei Hasen zu sehen. Der linke hat sich eine Möhre, die an einer Rute befestigt ist und auf den Po des Hasen zielt, umgebunden. Dazu stehen die Worte "Popo-list".

Über beiden Bildern prangen die Worte "Nicht verwechseln!". Auf Facebook entschuldigt sich Ruthe für diesen Kalauer. Bei seinen Fans kommt der Cartoon trotzdem gut an!

Präsentieren die Ruthe-Cartoons: Klaus Rees, Friederike Vogt, Wiebke Esdar und Michael Gugat (v.l.).
Präsentieren die Ruthe-Cartoons: Klaus Rees, Friederike Vogt, Wiebke Esdar und Michael Gugat (v.l.).

"Alle Deine Kalauer, für die Du Dich entschuldigst, finde ich meistens lustiger als die "eigentlichen" Comics", schreibt beispielsweise ein User.

Auf die Frage, warum er sich überhaupt immer für seine genialen Kalauer entschuldigen würde, antwortete der Bielefelder prompt. "Meine persönliche Einstellung: Kalauer (also ganz simple Wortspiele) sind eigentlich die unterste Form von Humor. Und als Komiker schämt man sich eigentlich immer ein bisschen, solche Witze zu machen, weil jeder 8jährige sie machen kann.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich manchmal selbst lachen muss, wenn mir Kalauer einfallen. Und wenn das passiert, zeichne und veröffentliche ich sie hier. Ein bisschen schmutzig fühle ich mich danach trotzdem immer."

Schon bei den Protesten in Bielefeld gegen den AfD-Wahlkampf-Auftakt in der Ravensberger Spinnerei am 24. März (TAG24 berichtete) unterstützte Ruthe das "Bündnis gegen Rechts".

Die bekanntesten Cartoons des Bielefelders zum Thema Rassismus und Homophobie wurden großformatig vor dem Eingang ausgestellt - als Protest gegen die AfD.


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