So fies zockte dieser Party-Casanova die Mädels ab

Fabian W. (19) wurde in Handschellen zum Prozess gebracht.
Fabian W. (19) wurde in Handschellen zum Prozess gebracht.

Von Steffi Suhr

Dresden - Um seine Drogen zu finanzieren, wurde Fabian W. (19) regelrecht zum Casanova. Laut Anklage räumte er den Mädels, die ihm ins Netz gingen, die Bude aus. Nun ist Prozess am Amtsgericht.

„Ich wohnte mit einem Kumpel zusammen“, so der Angeklagte kleinlaut. „Er brauchte immer Geld für Klamotten. Ich für Drogen. Da kamen wir auf die Idee mit den Einbrüchen.“

Die Jungs luden Mädels ein, feierten mit ihnen, ließen sie bei sich übernachten. Wenn sie schliefen, stibitze Fabian ihnen die Schlüssel, plünderte mit oder ohne Kumpel (dessen Prozess kommt noch) sofort deren Wohnungen.

So sackte er Silberlöffel, Schmuck, Bargeld, Technik für mehrere tausend Euro ein. Hernach, wurde der Schlüssel wieder in die Taschen der Ahnungslosen zurück gesteckt.

Nur einmal - bei seiner eigenen Freundin - traute sich Fabian offenbar nicht, sofort auf Beutezug zu gehen. Die Frau bemerkte den Verlust des Schlüssels, wechselte die Schlösser. Worauf Fabian später die Tür einfach aufbrach...

Auch Bekannte wurden auf die Weise gnadenlos abgezockt: Einem Partybekannten das Handy geklaut, „ausgewertet“, um die genaue Wohnadresse herauszufinden. Noch in der Nacht die Bude ausgeräumt.

Auch als Bekannte im Urlaub waren, stieg Fabian mit einem Kumpel dort ein. Sogar zwei Mal. „Beim ersten Mal haben wir nicht alles weggekriegt“, sagte der Angeklagte, der immerhin schon vor seiner Festnahme erkannte, dass das Leben so nicht weiter gehen kann.

„Ich kümmerte mich um eine stationäre Drogentherapie“, sagte er der Richterin. Termin ist der 18. Mai. Die kann er freilich nur antreten, wenn er dann nicht hinter Gittern sitzt - Urteil folgt.

Foto: Ove Landgraf


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