Casino, Stromanbieter und Co.: Was bei Boni zu beachten ist

Deutschland – Boni und verschiedene Bonusmodelle sind ein beliebtes Mittel von Unternehmen, um Kunden von sich zu überzeugen oder diese dauerhaft zu halten.

Aber sind Boni stets vorteilhaft oder sollten sie doch genauer betrachtet werden? Wo gibt es Probleme oder Hürden? Dieser Artikel schaut sich das Thema einmal genauer an.

Gerade Stromanbieter ködern Kunden gerne mit Neukundenboni - hier sollte genauer hingeschaut werden.
Gerade Stromanbieter ködern Kunden gerne mit Neukundenboni - hier sollte genauer hingeschaut werden.

Welche Unternehmen gewähren Boni?

Vermutlich wäre es einfach zu fragen: "Welche nicht?" Der Boni ist nicht erst seit Kurzem eine beliebte Methode zur Kundengewinnung, denn jeder Verbraucher kennt alteingesessene Offline-Boni.

Wer jemals beim Bäcker, Metzger, an der Tankstelle oder in der Lieblingspizzeria eine Stempelkarte bekommen hat, der hatte die Chance auf einen Bonus. Oder aber, wer bei einer Geschäftsneueröffnung vorab am Glücksrad drehen oder eine Rabattkarte ziehen durfte.

Letztendlich sind auch das Boni. Im Internet zeigen sich jedoch bestimmte Branchen besonders durch ihre Bonusgestaltung aus:

Stromanbieter – alternativ dürfen hier Gasanbieter stehen. Es gibt praktisch keinen Stromanbieter, der nicht über die Vergleichsseiten auch einen Bonus ausschreibt. Zumeist gilt er für das erste Vertragsjahr und wird als Prämie, Jahresbonus oder Gutschrift bezeichnet.

Der Bonus wird bei guten Verträgen zudem nicht ausgezahlt, sondern direkt auf die monatlichen Abschläge angerechnet. Genau hier lauert auch die Gefahr, denn wer nicht aufpasst und längere Verträge abschließt oder die Kündigung vergisst, der zahlt im zweiten Vertragsjahr durch den wegfallenden Bonus deutlich mehr, als eigentlich angenommen.

Alternative Boni bieten eine Prämie bei Verlängerung oder auch zusätzlich oder stattdessen ein Produkt der Wahl. Das können ältere Smartphones und Tablets sein, aber auch Sonnenbrillen, Taschenlampen oder andere Goodies.

Online-Casinos – in diesem Bereich wird mit zwei Arten von Boni gearbeitet, wobei einer von ihnen besonders präsent ist: der Neukundenbonus. Ihn gibt es in diversen Varianten, aber grundsätzlich nur für eine Neuanmeldung.

Oft ist eine weitere Aktion an den Bonus geknüpft, beispielsweise eine erste Einzahlung innerhalb einer gewissen Zeit. Andere Boni erwarten, dass der User sogleich in die Vollen geht und springt. Die zweite Bonusvariante gilt den treuen Spielern.

Als Treuebonus gibt es auch hier immer wieder besondere Angebote, Freispiele oder auch die Möglichkeit, an einem besonderen Jackpot oder an einer Verlosung teilzunehmen. Die Verlosung kann sich auf Eintrittskarten zu Veranstaltungen wie Konzerte, Festivals oder auch Fußballspiele beziehen.

Auf Portalen wie Casinoechtgeld.com können Interessenten sich einen besseren Überblick verschaffen.

Auch Online-Casinos bieten immer wieder Boni an.
Auch Online-Casinos bieten immer wieder Boni an.

Kfz-Versicherungen - rund um die Kfz-Versicherung und weitere Versicherungen werden ebenfalls Boni vergeben. Schon in Vergleichsportalen kommen sie zur Geltung, oft beziehen sie sich auf die Verminderung des Beitrags.

Je nach Tarif kann sich der Bonus allerdings auf eine Handlung des Versicherungsnehmers beziehen: In den Telematiktarifen müssen User eine App herunterladen, die das Fahrverhalten aufzeichnet. Wer ausreichend Punkte sammelt, der kann sich über eine Prämie oder eine Erstattung freuen.

Smartphone, TV und Telefon – auch hier gibt es sowohl Willkommensgeschenke als auch Treueboni. Willkommensgeschenke sind teils sehr günstige Smartphones, die zum Tarif hinzugefügt werden können. Aber auch Konzertkarten, vergünstigte Monatsbeiträge oder Zusatzgeräte sind möglich.

Bestandskunden können besonders dann von einem Bonus profitieren, wenn sie mehrere Verträge bei einem einzigen Anbieter unterhalten. Für jeden weiteren Tarif gibt es einen Bonus, der monatlich von der Gebühr abgezogen wird. Beispiel: der zweite Vertrag wird 5 Euro monatlich günstiger, der dritte Vertrag 10 Euro monatlich.

Wer ein wenig sucht, der findet fast in jeder Branche einen Bonus. Auch in üblichen Onlineshops warten sie auf Kunden. Hier ist der Bonus häufig ein Gutschein, der für den ersten oder den nächsten Einkauf gilt.

Ersparnisse durch Boni sollten nicht das einzige Argument für ein Angebot sein.
Ersparnisse durch Boni sollten nicht das einzige Argument für ein Angebot sein.

Was ist bei einem Bonus grundsätzlich zu beachten?

Obwohl es manchmal so wirkt, so verschenken Unternehmen nichts. Ein Bonus hat ein ganz klares Ziel: Den Kunden zum Vertragsabschluss oder zur Anmeldung zu bewegen.

Der Treuebonus soll Bestandskunden bei der Stange halten, was gerade in Branchen, in denen sich langjährige Kunden von neuen Angeboten übergangen fühlen, wichtig ist. Generell arbeitet ein Unternehmen also mit einem Hintergedanken, wodurch es notwendig wird, den Bonus genauer anzuschauen:

Bedingungen – welche Bedingungen sind mit diesem Bonus verknüpft? Eigentlich sollten die Bedingungen sehr offensichtlich präsentiert werden, doch ist dies nicht immer der Fall. In Casinos kann die Bedingungen beispielsweise sein, den 10-Euro-Bonus zehnfach umzusetzen.

Der Spieler muss also zuerst mit 100,00 Euro seines eigenen Geldes spielen, um diese zehn Euro zu erhalten. Bei Stromverträgen bezieht sich der Bonus oft nur auf die monatlichen Abschläge des ersten Jahres. Hat der Vertrag nun jedoch eine Laufzeit von zwei Jahren, steckt der Kunde in hohen Beiträgen fest.

Nutzen – brauche ich den Bonus wirklich? Kein Bonus sollte Kunden oder Verbraucher allgemein zu einem Vertragsabschluss oder zum Spiel bewegen.

Lohnt es sich? – lohnt es sich, einen Bonus anzustreben? Wird ein 10-Euro-Gutschein in einem Onlineshop nur herausgegeben, wenn der erste Einkauf mindestens 100,00 Euro beträgt, lohnt es sich oft nicht.

Ausschlüsse – bei Glücksspielen weist der Bonus oft Ausschlüsse aus, also Spiele oder Wetten, die nicht zum Erspielen des Bonus genutzt werden können. Auch in Shops kann das geschehen. So bezieht sich der Bonus eventuell nur auf Hundefutter – er lohnt sich also nicht, wenn der Verbraucher Kaninchen oder Katzen hat.

Ein Bonus sollte nie der Grund für einen Vertragsabschluss sein

Jeder Bonus darf nur als die Kirsche auf der Torte angesehen werden. Viel wichtiger ist, dass das Umfeld stimmig ist. Passen die Vertragsdetails und allgemeinen Kosten, ist das Angebot stimmig und passt es zum eigenen Verhalten, dann darf der Bonus mit in den Vergleich hineingezogen werden.

Übrigens: Es kann immer auf einen Bonus verzichtet werden.

Fazit - nicht verlocken lassen

So schön ein Bonus auch klingt, so darf er niemals zum Vertragsabschluss verlocken. Das Drumherum ist wesentlich wichtiger als ein Willkommensgeschenk. Ein Arbeitnehmer wählt schließlich auch keinen Arbeitgeber mit miserablen Bedingungen, nur weil der Kaffee beim Vorstellungsgespräch schmeckte oder es Kekse gab.

Gerade bei Boni die mit Verträgen zusammenhängen, ist Vorsicht geboten. Schnell schließt man einen Zweijahresvertrag ab, weil die Strombeiträge im ersten Jahr so günstig sind. Im zweiten Jahr, ohne Bonusanrechnung, kommt das böse Erwachen.

Bildquellen:

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