Urteil im Prozess um Cathy Hummels ist gefallen!

München - Das Münchner Landgericht will am Montagvormittag (10 Uhr) sein Urteil über eine Schleichwerbungsklage gegen die Instagram-Influencerin Cathy Hummels (31) verkünden.

Cathy Hummels bei der Verhandlung im Februar.
Cathy Hummels bei der Verhandlung im Februar.  © DPA

Die ehemalige Moderatorin und Ehefrau von Bayern-Fußballprofi Mats Hummels (30) hat sich die Klage des Verbands Sozialer Wettbewerb eingehandelt, weil sie in gut einem Dutzend Instagram-Beiträgen für ihre 485.000 Follower die Hersteller ihrer Schuhe und Bekleidung nannte und die Webseiten der Unternehmen verlinkte.

Der in Berlin ansässige Verein hatte sie deswegen wegen unlauterer Werbung abgemahnt.

Hummels wehrt sich mit dem Argument, dass sie für die beanstandeten Beiträge kein Geld oder andere Gegenleistungen erhalten habe. Persönliches Erscheinen von Klägern und Beklagten ist bei Urteilsverkündungen in Zivilprozessen nicht erforderlich.

Der Verband Sozialer Wettbewerb ist unter Prominenten für seine Abmahnungen bekannt und gefürchtet. In den vergangenen Monaten hat der Verein nun neben Hummels auch Fitness-Model Pamela Reif und andere Promis der Influencer-Szene in Rechtsstreitigkeiten verwickelt.

Insgesamt wurde nach Verbandsangaben eine zweistellige Zahl von Abmahnungen verschickt. In der Influencer-Szene herrscht nun Unsicherheit, was noch erlaubt ist und was nicht.

Update 11.15 Uhr: Cathy Hummels gewinnt in München Prozess um Schleichwerbung

Hummels hat den Schleichwerbungsprozess vor dem Landgericht München siegreich überstanden. Die zuständige Kammer wies die Zivilklage des für Abmahnungen bekannten Verbands Sozialer Wettbewerb am Montag mit aller Deutlichkeit ab.

Informierte Internetnutzer wüssten, dass Hummels mit ihrem Instagram-Profil kommerzielle Interessen verfolge, sagte die Vorsitzende Richterin Monika Rhein. Insofern handele es sich auch nicht um unlautere Werbung.

Hummels hat auf Instagram mittlerweile 485.000 Follower. Allein aus dieser hohen Zahl geht nach Einschätzung der Kammer hervor, dass sie keine rein privaten Interessen verfolgt. Eine solche Zahl von Freunden "schafft kein Mensch", sagte Rhein.

Das Urteil bedeutet allerdings keine Klärung der Rechtslage, ob sogenannte Influencer überhaupt noch Dinge anpreisen dürfen, ohne das als Reklame zu kennzeichnen. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, außerdem hat der in Berlin ansässige Verein mehrere Influencerinnen abgemahnt.

Eine parallele Klage gegen die Fitness-Bloggerin Pamela Reif (22) vor dem Landgericht Karlsruhe hat der Verband gewonnen. Eine obergerichtliche Entscheidung gibt es noch nicht.

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