Milliardenschwere Batterie-Fabrik könnte schon in wenigen Wochen gebaut werden

Erfurt/Jena - Der chinesische Konzern CATL hat eine weitere Hürde für den Bau einer Batteriezellen-Fabrik für Elektroautos in Thüringen genommen.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee mit CATL Vorstandvositzendem Robin Zeng (re.) bei der Vorstellung der Pläne für die Firma.
Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee mit CATL Vorstandvositzendem Robin Zeng (re.) bei der Vorstellung der Pläne für die Firma.

Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) übergab am Mittwoch in Jena die Genehmigung für einen vorzeitigen Baubeginn.

Das Milliardenprojekt war zuvor unter Umweltaspekten vom Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz als Immissionsschutzbehörde geprüft worden. Mit dem Bau solle noch im vierten Quartal begonnen werden, sagte der Europachef von CATL, Matthias Zentgraf. "Wenn alles gut läuft, könnte es schon in wenigen Wochen sein."

Der 18. Oktober sei ein möglicher Termin, hieß es in Jena. Geplant sind nach Unternehmensangaben in den kommenden fünf Jahren Investitionen von bis zu 1,8 Milliarden Euro in die Thüringer Batteriezellenfabrik - abhängig von der Marktentwicklung bei Elektroautos.

Das Werk wird in der Nähe von Arnstadt in Thüringens größtem Gewerbegebiet "Erfurter Kreuz" gebaut.

In einer ersten Etappe würden im kommenden Jahr bis zu 200 Arbeitsplätze entstehen, sagte Zentgraf. Es seien bereits Stellen ausgeschrieben. Im Endausbau in einigen Jahren könnte das Werk bis zu 2000 Beschäftigte haben.

Ungenutzt Hallen von Solarworld aufgekauft

CATL hatte im Juni in dem Gewerbegebiet bereits Bürogebäude und ungenutzte Hallen des insolventen Solarzellenherstellers Solarworld gekauft. Unweit davon entstehe der Neubau, wo die Batteriezellen gefertigt würden, sagte Zentgraf. Derzeit würde geplant, wie die verschiedenen Flächen genutzt werden.

CATL will von seinem Thüringer Werk aus deutsche und europäische Automobilhersteller mit Batterien für Elektroautos beliefern. Einer der großen Kunden des chinesischen Konzerns ist der Autobauer BMW.

"Wir freuen uns über die Investition", erklärte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne). "Die Speichertechnologie ist ein wichtiger Baustein für eine gelingende Energiewende." Mit dem Bescheid sei der Weg frei für einen baldigen ersten Spatenstich.

Der Konzern CATL - der mit ganzem Namen Contemporary Amperex Technology Co. heißt - ist ein großer Hersteller von Lithium-Ionen-Akkus mit Hauptsitz im chinesischen Ningde.

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