Wie wichtig ist CBD-Öl in der Medizin?

Deutschland - Wunderwaffe oder nicht? CBD-Öl – auch als Cannabidiol bezeichnet – liegt als Medikament im Trend. Das in unterschiedlichen Formen erhältliche Arzneimittel soll unterschiedliche Beschwerden lindern. Doch was ist CBD-Öl eigentlich?

Cannabidiol ist eine aus Marihuana-Pflanzen gewonnene Substanz, deren Wirkungsweise mit dem berauschenden Effekt jedoch nur wenig gemeinsam hat. Klassischerweise wird das Arzneimittel aus Cannabis-Knospen, Cannabis-Blumen oder Hanf gewonnen.

CBD-Öl wird aus der Marihuana-Pflanze gewonnen.
CBD-Öl wird aus der Marihuana-Pflanze gewonnen.  © weedseedshop.com

Woraus besteht das CBD-Öl?

Der wichtigste Bestandteil des Öls ist das Hanfsamenöl, das bei der industriellen Anfertigung unterschiedlicher Hanfprodukte verwendet wird. Dieser Wirkstoff wird in Ölmühlen aus Samen der Hanfgewächse kalt gepresst und fungiert als Grundlage zur Gewinnung des CBD-Öls. Weiterhin enthält Cannabidiol ein CBD-Extrakt, das über eine Destillation von Hanfblüten in Alkohol erhältlich ist. Die Kombination beider Bestandteile ergibt das CBD-Öl.

Unterschiedliche Wirkungsweisen des Cannabidiols

CBD ist ein sehr vielseitig anwendbares Medikament, das beispielsweise als Nahrungsergänzungsmittel oder für die Schönheitspflege von Bedeutung ist. Zusätzlich hat sich die Substanz im medizinischen Bereich bewährt.

Besonders große Erfolge verspricht eine Anwendung des CBD-Öls in der entzündungsbedingten Schmerztherapie. Der Vorteil des Cannabidiols: der Wirkstoff reduziert eine Bildung entzündungsfördernder Gewebshormone. Das allgemeine Wohlbefinden von Patienten verbessert sich deutlich.

Den Ergebnissen einer Studie aus Kentucky zufolge trägt das Arzneimittel ebenfalls zur Regulierung von Hirnschäden bei, die durch übermäßigen Alkoholkonsum entstehen. Zudem ist eine Minderung von Angstzuständen in einigen Fällen möglich. Diese Wirkungsweise hängt jedoch massiv von der gewählten Art des CBD-Öls ab. Der CBD-Anteil wirkt sich maßgeblich auf das Angstempfinden Betroffener aus.

Hilft der Wirkstoff bei der Krebstherapie?

Im Internet findet man viele sowohl positive aber auch negative Berichte wenn es um den Erfolg von Hanföl bei der Behandlung von Krebs geht. Aber auch einige Wissenschaftler behaupten, dass CBD zur Deaktivierung eines für die Bildung von Krebszellen verantwortlichen Gens beitragen kann.

Die Metastasierung wird eingedämmt. Dieser Effekt legt den Schluss nahe, dass Cannabis einem Wachstum von Krebs entgegenwirken könnte. Zusätzlich betonen Mediziner, dass der Wirkstoff die mit der Erkrankung verbundenen Symptome erheblich lindert. Neben der positiven Wirkung auf Alzheimer-Erkrankungen trägt CBD zu einer Linderung von Beschwerden bei Epilepsie, Menstruationsschmerzen oder Stress bei. Zudem wird der Substanz ein wohltuender Effekt bei psychotisch bedingten Symptomen, Belastungen des Herzens aufgrund einer Chemotherapie Magen-Darm-Beschwerden nachgesagt.

Langzeitstudien stehen bislang noch aus

Obwohl bisher keine zuverlässigen Langzeitstudien existieren, attestieren zahlreiche Patienten dem CBD-Öl eine positive Wirkung. Dennoch sollten sich Betroffene vor Augen führen, dass es bisher noch an offiziellen Studien mangelt.

Die beschriebenen Effekte basieren größtenteils auf Patientenerfahrungen und sind daher nur beschränkt zuverlässig. Deshalb ist Geduld gefragt, um abzuwarten, inwiefern die Resultate von offizieller Seite bestätigt werden können. Vom medizinischen Standpunkt aus zuverlässige Aussagen sind bislang noch Zukunftsmusik.


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