Eindeutige Zustimmung! CFC hat neuen Aufsichtsrat

Chemnitz – Der Chemnitzer FC ist wieder handlungsfähig. Auf der Mitgliederversammlung des Fußball-Drittligisten wurde am Samstag ein neuer Aufsichtsrat gewählt.

Die Mitglieder stimmen über den neuen Aufsichtsrat ab.
Die Mitglieder stimmen über den neuen Aufsichtsrat ab.  © Harry Härtel/Haertelpress

Dem Gremium gehören Grit Hoffmann, Stephan Ballack, Uwe Hildebrand, Jörg Illing, Tino Kermer, Norman Löster und Knut Müller an. Der Aufsichtsrat hat nun zwei Wochen Zeit, einen neuen Vorstand zu benennen.

"Es gibt eine Menge Arbeit, um den CFC wieder dahin zu führen, wo er hingehört - als Aushängeschild der Stadt und als feste Institution im Profifußball", sagte der 47 Jahre alte Unternehmer Müller, der den Vorsitz im Aufsichtsrat übernommen hat.

Bei der letzten Mitgliederversammlung im August war die Wahl noch gescheitert. Diesmal stimmten von 524 stimmberechtigten Mitgliedern 509 für die Liste.

"Niemand von uns hat mit so einem überwältigenden Wahlergebnis gerechnet. Das zeigt uns, wie wichtig die Bemühungen waren, wieder ein Verein zu werden", betonte Müller.

Finanzielle Situation beim CFC bleibt angespannt

Das sind sie, die neuen Aufsichtsräte: v.l.n.r: Uwe Hildebrand, Knut Müller, Grit Hoffmann, Staphan Ballack, Tino Kermer, Jörg Illing und Normam Löster.
Das sind sie, die neuen Aufsichtsräte: v.l.n.r: Uwe Hildebrand, Knut Müller, Grit Hoffmann, Staphan Ballack, Tino Kermer, Jörg Illing und Normam Löster.  © Harry Härtel/Haertelpress

Zu Beginn der Veranstaltung hatten die Mitglieder des Notvorstandes über die aktuelle Situation beim CFC informiert. Nach derzeitigem Stand droht am Saisonende ein wirtschaftlicher Verlust in Höhe von 500 000 Euro.

Grund seien geringere Einnahmen im Bereich Werbung und Sponsoring sowie durch ausbleibende Zuschauer bei den Heimspielen. "Wir haben in der zweiten Halbserie die Chance, gemeinsam daran zu arbeiten, das Minus auszugleichen", sagte Notvorstand Udo Pfeifer.

Darüber hinaus arbeitet der Verein daran, das Insolvenzverfahren so schnell wie möglich zu beenden. Dafür strebe der Club einen neuen Insolvenzplan an, der in den nächsten Monaten erstellt werden soll. Zudem steht eine Trennung vom bisherigen Insolvenzverwalter Klaus Siemon im Raum, der trotz einer Einladung nicht an der Mitliederversammlung teilnahm.

"Die Insolvenzakte besteht derzeit aus 3500 Seiten. Das ist überraschend viel und muss erst einmal durchgeforstet werden", erklärte Fachanwalt Matthias Lechleitner.

Mehr zum Thema Chemnitzer FC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0