Chemnitzer Kita-Notstand: Das fordert jetzt der Stadtrat!

Chemnitz - Chemnitzer Kitas suchen händeringend nach Fachkräften (TAG24 berichtete). Die Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP im Stadtrat hat deshalb einen Beschlussantrag gestellt.

Um den Fachkräftemangel an Chemnitzer Kitas entgegenzuwirken, schlagen CDU und FDP das "Leipziger Modell" zur Ausbildungsvergütung vor.
Um den Fachkräftemangel an Chemnitzer Kitas entgegenzuwirken, schlagen CDU und FDP das "Leipziger Modell" zur Ausbildungsvergütung vor.  © 123RF

Es sei dringend notwendig, durch geeignete, attraktive Maßnahmen die Ausbildungskapazitäten zu erhöhen.

"Die Stadt Leipzig hat für ihre Einrichtungen eine attraktive und Erfolg versprechende Lösung gefunden", sind sich CDU und FDP einig. Dort sind die Azubis Angestellte der Stadt und werden entsprechend nach dem Tarifvertrag der Pflege vergütet.

Das hieße im ersten Ausbildungsjahr: rund 1140 Euro brutto für Azubis, im zweiten Lehrjahr 1207 Euro und im dritten Jahr rund 1300 Euro Gehalt. Momentan bekommen die angehenden Chemnitzer Erzieherinnen und Erzieher nichts. Im Gegenteil: Sie müssen für ihre schulische Ausbildung noch draufzahlen.

Dieter Füsslein (78, FDP) will Kita-Auszubildende in der Stadt Chemnitz halten.
Dieter Füsslein (78, FDP) will Kita-Auszubildende in der Stadt Chemnitz halten.  © Steffen Füssel/Sächsische Staatskanzlei

"Es kann nicht sein, dass wir hier in Chemnitz unsere Erzieher erfolgreich ausbilden und die gehen dann zum Arbeiten nach Leipzig oder sonst wohin", meint Dieter Füsslein (78, FDP).

Im Leipziger Ausbildungsmodell werden die Erzieherinnen und Erzieher nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung für vier Jahre an die Stadt gebunden.

"Das könnte ich mir für Chemnitz auch vorstellen", so Füsslein.

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