CDU in Baden-Württemberg steht hinter Friedrich Merz für Parteispitze

Fellbach - Die baden-württembergische CDU-Spitze hat sich für Friedrich Merz als künftigen Bundesparteichef ausgesprochen.

Von links nach rechts: CDU-Landeschef Thomas Strobl, Landeskultusministerin Susanne Eisenmann und Landesgeneralsekretär Manuel Hagel. (Archivbild)
Von links nach rechts: CDU-Landeschef Thomas Strobl, Landeskultusministerin Susanne Eisenmann und Landesgeneralsekretär Manuel Hagel. (Archivbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

CDU-Landeschef Thomas Strobl, Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann und Landesgeneralsekretär Manuel Hagel erklärten am Mittwoch in Fellbach unisono, beim Bundesparteitag im April für Merz votieren zu wollen.

Strobl erklärte, Merz habe ein sehr hohes Ansehen in der deutschen und insbesondere auch in der baden-württembergischen Wirtschaft. Zudem könne es mit ihm am besten gelingen, Wähler von der AfD zurückzuholen. "Das ist für unsere Demokratie wichtig." Es sei die entscheidende Aufgabe für die CDU, zur Mitte hin zu integrieren.

Eisenmann, die Spitzenkandidatin zur Landtagswahl 2021 im Südwesten ist, erklärte, Merz trage eine wirtschaftspolitische Handschrift.

Mit ihm werde auch das Thema klare Kante in der inneren Sicherheit verbunden. Die CDU brauche dringend eine Schärfung ihres inhaltlichen Profils.

Armin Laschet und Norbert Röttgen kandidieren neben Friedrich Merz

Friedrich Merz will im April beim Bundesparteitag der CDU Parteichef werden.
Friedrich Merz will im April beim Bundesparteitag der CDU Parteichef werden.  © Kay Nietfeld/dpa

Dies könne mit Merz besser als mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet gelingen, der ebenfalls für den CDU-Bundesvorsitz kandidiert.

Eisenmann und Strobl beteuerten, dass die Südwest-CDU geschlossen hinter dem neuen Vorsitzenden stehen werde - egal, wer im April gewählt werde.

Nach Strobls Worten ist mit der Wahl des CDU-Vorsitzes auch eine Vorentscheidung darüber getroffen, wen die CDU gerne als Kanzlerkandidaten hätte. Dies müsse dann mit der CSU besprochen werden, weil es einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten geben werde.

Im Zuge der Regierungskrise in Thüringen hatte Kramp-Karrenbauer ihren Rückzug als Parteichefin und auch ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur angekündigt. Neben Merz und Laschet bewirbt sich auch der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen um den Bundesvorsitz.

Der Landesverband der CDU Baden-Württemberg ist gemessen an der Mitgliederzahl der zweitgrößte nach dem in Nordrhein-Westfalen.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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