CDU-Aufstand gegen Merkel. Auch vier Sachsen sind dabei!

Bundeskanzlerin Angela Merkel steht parteiintern in der Kritik.
Bundeskanzlerin Angela Merkel steht parteiintern in der Kritik.

Berlin/dresden - 34 CDU-Politiker aus mehreren Bundesländern haben in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deren Flüchtlingspolitik deutlich kritisiert. Auch vier CDU-Politiker aus Sachsen haben unterzeichnet.

"Die gegenwärtig praktizierte `Politik der offenen Grenzen´ entspricht weder dem europäischen oder deutschen Recht, noch steht sie im Einklang mit dem Programm der CDU", heißt es in dem Brief, über den zuerst "Spiegel online" berichtete.

Ein großer Teil der CDU-Mitglieder und Wähler fühle sich daher von der gegenwärtigen Linie der CDU-geführten Bundesregierung in der Flüchtlingspolitik nicht mehr vertreten. Die 34 Unterzeichner fordern klare Maßnahmen, um den Flüchtlingsandrang effektiv zu verringern.

Auch Patrick Schreiber (li.) gehört zu den Unterzeichnern des Brandbriefs.
Auch Patrick Schreiber (li.) gehört zu den Unterzeichnern des Brandbriefs.

Auch vier Politiker aus Sachsen haben unterschrieben und melden sich auch in eigenen Stellungnahmen zu Wort.

Patrick Schreiber (35), CDU-Landtagsabgeordneter aus Dresden: „Auch ich habe diesen Brief unterschrieben. Im vollen Bewusstsein, dass sich im Kanzleramt und in der Bundesregierung scheinbar niemand wirklich realistische Gedanken über die Konsequenzen dieser unkontrollierbaren Zuwanderung macht."

Christian Piwarz (40, CDU), Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag: „Ich hoffe, dass unser Brief ein Nach- und Umdenken in Teilen der Bundesregierung bewirkt. Wenn wir diejenigen, die jetzt bei uns sind, wirklich integrieren wollen, dann müssen wir zukünftigen Zu- und Nachzug wirksam begrenzen“, erklärt Piwarz.

Martin Modschiedler (48, CDU), Landtagsabgeordneter aus Dresden: "Wir müssen handeln und Lösungen finden, für unser Land, unsere Werte und unsere christliche Leitkultur!"

Alexander Dierks (28, CDU), Landtagsabgeordneter aus Chemnitz und Chef der Jungen Union Sachsen (JU) ist der vierte Sachse im Bunde: „Die gegenwärtige Situation faktisch offener Grenzen, birgt die akute Gefahr, die Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung und die Aufnahmefähigkeit unseres Landes zu überfordern. Ich hoffe, dass unser Brief die Bundesregierung zum Nach- und Umdenken anregt!“

Fotos: dpa, Uwe Meinhold, Ove Landgraf, PR


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