CDU-Vorsitz: Merz prescht vor, Laschet setzt auf abgestimmten Weg

Düsseldorf/Berlin - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet setzt auch nach der Ankündigung einer Kandidatur von Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz für den CDU-Vorsitz auf eine einvernehmliche Lösung in der aktuellen Personaldebatte.

Armin Laschet ist Ministerpräsident von NRW und CDU-Bundesvize.
Armin Laschet ist Ministerpräsident von NRW und CDU-Bundesvize.  © Federico Gambarini/dpa

Aus Kreisen der nordrhein-westfälischen CDU erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch, Laschet unterstütze in der Personaldiskussion den in der Partei abgestimmten Weg, hinter dem auch die Bundestagsfraktion stehe.

Präsidium und Bundesvorstand der CDU hätten sich einhellig darauf verständigt, dass die Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer Gespräche mit dem Ziel einer einvernehmlichen Lösung im Sinne der Union führe, hieß es aus den Kreisen der NRW-CDU weiter.

Für Laschet sei gerade nach den Ereignissen in Thüringen der Zusammenhalt der Union wichtig.

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Zuvor hatte die dpa aus dem Umfeld von Friedrich Merz erfahren, dass dieser entschlossen sei, für den CDU-Vorsitz zu kandidieren.

Merz wisse die Parteibasis hinter sich und fühle sich durch aktuelle Umfragen ermutigt.

Spekulationen darüber, er sei bereit, unter einem möglichen Parteichef und Kanzler Laschet Wirtschaftsminister zu werden, seien ein theoretisches Szenario, hieß es aus dem Umfeld von Friedrich Merz weiter. Mögliche Posten könnten derzeit noch nicht verteilt werden.

Friedrich Merz war die letzten Jahre einfaches Mitglied der CDU.
Friedrich Merz war die letzten Jahre einfaches Mitglied der CDU.  © Christian Charisius/dpa

Titelfoto: Montage: Federico Gambarini/dpa, Christian Charisi

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