E-Roller als Rollstuhlersatz? Gericht hat nun entschieden

Celle - Für seinen neuen Elektroroller bekommt ein 80-Jähriger aus dem Landkreis Celle keine Beihilfe von der Krankenkasse.

Ein Mann fährt auf einen Elektroroller durch die Straßen. (Symbolfoto)
Ein Mann fährt auf einen Elektroroller durch die Straßen. (Symbolfoto)  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Bereits der Name "Eco-Fun" zeige, dass es sich um ein Freizeitgerät handele, das nicht für Behinderte konzipiert sei, teilte das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) am Montag mit. 

Der Roller ist demnach kein Hilfsmittel der Gesetzlichen Krankenversicherung, entschied das Sozialgericht.

Geklagt hatte ein 80-jähriger, gehbehinderter Mann aus dem Landkreis Celle, der eine Beihilfe für einen klappbaren E-Roller mit Sattel wollte. Eine Versorgung mit einem Elektrorollstuhl lehnte er ab.

Dem älteren Herrn sei wichtig gewesen, dass das Gerät transportabel sei und er es so auch in den Urlaub und auf Busreisen mitnehmen könne. Sein Auto und Carport seien für ein großes und schweres Hilfsmittel wie einen Elektrorollstuhl ungeeignet.

Das Sozialgericht bestätigte aber die Sicht der Krankenkasse. Der Roller sei kein Hilfsmittel, sondern ein Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens. 

Außerdem habe der Mann den gesetzlichen Beschaffungsweg nicht eingehalten, da er den Roller schon vor der Entscheidung der Krankenkasse bestellt und sie damit vor vollendete Tatsachen gestellt habe.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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