Terror-Pozess gegen Abu Walaa: Mitangeklagter bricht sein Schweigen!

Celle – Im Terror-Prozess gegen den mutmaßlichen IS-Deutschlandchef Abu Walaa will der mit angeklagte Reisebüroinhaber aus Duisburg nach mehr als zwei Jahren erstmals aussagen.

Abu Walaa, mutmaßlicher Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat in Deutschland, spricht mit verdecktem Kopf mit seinem Verteidiger.
Abu Walaa, mutmaßlicher Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat in Deutschland, spricht mit verdecktem Kopf mit seinem Verteidiger.  © Holger Hollemann/dpa

Er habe sich bereiterklärt, Fragen der Verfahrensbeteiligten zu beantworten, teilte das Oberlandesgericht Celle am Donnerstag mit.

Der Senat habe dafür die Sitzungstage am 28. und 29. Januar vorgesehen. Ob die Befragung dann abgeschlossen werden könne und ob danach weitere Zeugen angehört würden, lasse sich nicht absehen.

Zuvor hatte der Angeklagte am Mittwoch auf die Ankündigung, die Beweisaufnahme solle demnächst geschlossen werden, eine vorbereitete Erklärung verlesen und die Tatvorwürfe zurückgewiesen. (Az.: 4 StE 1/17)

Der Iraker Abu Walaa und vier Mitangeklagte müssen sich in Celle seit mehr als zwei Jahren wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat verantworten.

Sie sollen junge Menschen insbesondere im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim islamistisch radikalisiert und in die IS-Kampfgebiete geschickt haben. Die Angeklagten haben bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

Bewaffnete Polizeibeamte sichern einen Eingang zum Oberlandesgericht.
Bewaffnete Polizeibeamte sichern einen Eingang zum Oberlandesgericht.  © Holger Hollemann/dpa

Titelfoto: Holger Hollemann/dpa

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