Zehn-Tore-Wahnsinn in Erster Liga: Was für ein irres Spektakel!

Gosford (Australien) - Was für ein Torfestival in Australiens erster Liga "A-League"! Der ehemalige Verein von Sprint-Superstar Usain Bolt (32), die Central Coast Mariners, haben daheim eine heftige 2:8-Klatsche gegen Wellington Phoenix bekommen.

Hätte er den Central Coast Mariners doch weiterhelfen können? Sprintstar Usain Bolt (l.).
Hätte er den Central Coast Mariners doch weiterhelfen können? Sprintstar Usain Bolt (l.).  © DPA

Vielleicht hätte der Club aus New South Wales Bolt ja doch verpflichten sollen?

Denn viel schlechter, als in dieser Spielzeit hätte es für die Mariners gar nicht laufen können!

Nach 21 Spielen hat Central Coast kümmerliche sieben Pünktchen auf dem Konto, dazu ein furchtbares Torverhältnis von 24:56!

Die Zahlen belegen es: Die Mannschaft ist viel zu schwach für die erste australische Fußball-Liga, die vom Niveau her zwischen der 2. Bundesliga und 3. Liga einzuordnen ist.

Den negativen Höhepunkt gab es am Samstagmittag, als die Mariners nach allen Regeln der Kunst vom Tabellenvierten Wellington Phoenix zerlegt wurden.

Dieser Schmach wohnten übrigens nur noch 3703 Schaulustige im 20.059 Zuschauer fassenden Central Coast Stadium bei.

Über zu wenig Tore konnten sie sich immerhin nicht beschweren: Stolze zehn Treffer waren zu bestaunen. Das erste Tor war dabei ein Spiegelbild der gesamten Saison der Mariners.

Wellingtons 34-facher Nationalspieler der Fidschi Inseln (22 Tore), Roy Krishna, tankte sich auf der linken Seite durch, durfte unbedrängt im gegnerischen Fünf-Meter-Raum querlegen, wo zwar kein Mitspieler stand, aber Central-Coasts 18-jähriger Innenverteidiger Sam Graham in die Kugel lief und diese unglücklich in den eigenen Kasten ablenkte (8. Minute).

Fassungslosigkeit bei den Central Coast Mariners: Der Tabellenletzte der australischen A-League kassierte eine heftige 2:8-Packung gegen Wellington Phoenix.
Fassungslosigkeit bei den Central Coast Mariners: Der Tabellenletzte der australischen A-League kassierte eine heftige 2:8-Packung gegen Wellington Phoenix.  © Screenshot/Youtube/StAUnMatch

Was nun folgte, war ein fußballerischer Offenbarungseid der Hausherren.

In der 12. Minute konnte Krishna Mariners erfahrenen Keeper Ben Kennedy locker überlupfen (12.), dann verschaffte sich Mittelstürmer David Williams mit einer einfachen Körpertäuschung Platz, stand frei vor Kennedy, überwand diesen problemlos und erzielte bereits in der 21. Minute das 3:0 für die Gäste, die bis zur Nachspielzeit der ersten Halbzeit eine Möglichkeit nach der anderen bekamen, weil sie Räume hatten, über die sich selbst jeder Landesligist freuen würde.

Krishna traf noch zum 4:0 (45+1.), ehe in der zweiten Halbzeit Liberato Cacace nach Krishna-Vorlage (51.), Sarpreet Singh (57.) und Louis Fenton (59.) das Ergebnis auf 7:0 hochschraubten und nun sogar ein zweistelliger Sieg gegen die vogelwild agierenden Mariners möglich war.

Doch Central Coast erzielte erst den Ehrentreffer durch Jack Clisby (61.), bevor Stephen Mallon (69.) noch das 2:7 erzielte und kurzzeitig zeigte, dass die Mannschaft zumindest noch lebt und sich nicht völlig aufgibt.

Doch erneut Singh sorgte mit dem 8:2 für Wellington für den Schlusspunkt in einem der spektakulärsten Fußballspiele des Wochenendes.

Titelfoto: Screenshot/Youtube/StAUnMatch

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