50.000 Afrikaner warten in Marokko: Polizei rechnet mit neuer Fluchtwelle nach Europa

Ceuta - Nach der äußerst gewaltsamen Stürmung des Grenzzauns zwischen Marokko und der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta (TAG24 berichtete) sind die Grenzbeamten alarmiert. Denn die Polizei rechnet mit einer neuen Flüchtlingswelle.

Am Mittwoch aus Seenot gerettete Migranten verbringen die Nacht auf einem Schiff des spanischen Seerettungsdienstes.
Am Mittwoch aus Seenot gerettete Migranten verbringen die Nacht auf einem Schiff des spanischen Seerettungsdienstes.  © Marcos Moreno/AP/dpa

Mindestens 50.000 Afrikaner, die aus den Gebieten südlich der Sahara stammen, würden bereits warten.

Spanien bereite sich deshalb schon auf die nächste Flüchtlingswelle vor. Das Land rechne damit, dass die Migranten von Marokko aus entweder die spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla erreichen wollen. Oder sie versuchen, mit Booten die Meerenge von Gibraltar zu überqueren, um nach Spanien zu gelangen, berichtet "Focus".

Nach der Schließung der Balkan-Route und der italienischen Häfen, wählen viele Flüchtlinge nun die westliche Route über Spanien, um nach Europa zu gelangen.

Allerdings seien die Auffanglager in Ceuta, Melilla und der Küste Andalusiens bereits völlig überfüllt. Die andalusische Menschenrechtsorganisation APDHA spricht von "unwürdigen Aufnahmeverhältnissen". Fast 18.000 Geflüchtete seien bis Mitte Juli hier angekommen.

Das Rote Kreuz wolle nun drei weitere Auffanglager einrichten, um die Menschen überhaupt erst einmal irgendwo unterbringen zu können.

Titelfoto: Marcos Moreno/AP/dpa

Mehr zum Thema:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0