CFC-Boss tobt nach Derby-Pleite: Das war Mädchenfußball

Der Chemnitzer Anton Fink nach einer vergebenen Torchance.
Der Chemnitzer Anton Fink nach einer vergebenen Torchance.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Die zweite Auswärtsniederlage in Folge brachte den CFC-Präsidenten am Sonntag auf die Palme. „In Dresden kann man verlieren. Die Art und Weise ist jedoch sehr bedenklich“, meinte Dr. Mathias Hänel, der sich das Sachsenderby live vor Ort angeschaut hatte.

Mit der Defensiv-Leistung der Himmelblauen war er zufrieden. „Da hat die Mannschaft richtig gut gearbeitet. Weniger Chancen kann man hier in Dresden kaum zulassen.“

Enttäuscht zeigte sich Hänel vielmehr von der Offensive. „Das war Mädchen-Fußball. Wenn Dresden das erste Mal in dieser Saison zu Null spielt, dann liegt das am Gegner. Und der hieß heute FC Harmlos.“

Hänel kritisiert den Angriff! Und das völlig zurecht. „Ich habe heute ganze drei Torschüsse gezählt. Und die kamen auch erst in der zweiten Halbzeit.

Aus dem 0:2 in Magdeburg wurden die falschen Lehren gezogen. Danach wurde mir zu viel schöngeredet. Fußball ist Ergebnissport“, legte Hänel nach.

Offiziell peilt der CFC die 45-Punkte-Marke an. Die soll so schnell wie möglich erreicht werden. Die internen Ziele sind aber andere. Hänel will mit dem CFC so schnell wie möglich in die 2. Liga.

Spitzenreiter Dresden ist nach dem Sieg im Sachsenderby bereits sechs Punkte von den Chemnitzern weg. Hänel zeigte sich vom Auftreten der Dynamos beeindruckt.

„Da hat man gesehen, dass die Mannschaft ein klares Ziel verfolgt. Das ist bei uns schwer zu erkennen. Da habe ich zu oft den Eindruck, dass man nur Fußball spielen will. Es kommen aber zu wenig bis keine Torchancen dabei heraus.“

CFC-Präsident Dr. Mathias Hänel.
CFC-Präsident Dr. Mathias Hänel.

Fotos: Picture Point


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