Zittrige zweite Hälfte! Für CFC-Coach Bergner ein Kopf-Problem

Chemnitz - Die CFC-Kicker feierten das 2:0 beim VfB Auerbach losgelöst und ausgelassen. Der Überschwang des Dreiers kratzte allerdings etwas an der Wahrnehmung. Kapitän Dennis Grote sprach danach "von unserem besten Auswärtsspiel in diesem Jahr". Es war der erste Auswärtssieg 2019, mehr nicht.

Zunge raus, Zeigefinger hoch: CFC-Trainer David Bergner wirkte während der Partie äußerst angespannt.
Zunge raus, Zeigefinger hoch: CFC-Trainer David Bergner wirkte während der Partie äußerst angespannt.  © Picture Point

Schon die Tatsache, dass Auerbach mehr Chancen besaß, widerlegt Grotes Aussage. Allein Marc-Philipp Zimmermann (4./47./89.) hätte die Himmelblauen richtig ärgern können. Dazu noch die Möglichkeiten von Thomas Stock (55./56.).

Dagegen standen die beiden - allerdings traumhaften - Chemnitzer Tore und wohlwollend noch eine Chance durch Daniel Frahn (31.). Zufriedenstellen kann nur die erste Halbzeit mit der fast 90-prozentigen Spielkontrolle. In den zweiten 45 Minuten war vom Verständnis eines nun wieder souveränen Spitzenreiters nichts zu sehen.

Trainer David Bergner ließ sich nicht von seinen Gefühlen leiten und erkannte das: "In dieser Phase hätte ich mir etwas mehr Spielkontrolle gewünscht. Wir hatten dann Angst vor der eigenen Courage und haben es einfach nicht so durchgedrückt. Das war nicht so dominant wie in der ersten Halbzeit." Damit lag er richtig.

Er machte dabei auch ein mentales Problem aus. Schließlich kam der CFC mit drei Auswärtspleiten am Stück ins Vogtland. Das nagt am Selbstbewusstsein. "Der Kopf spielt eine Rolle. Das macht die Sache nicht einfacher, wenn man weiß, dass man in Leipzig 2:0 geführt und die Partie noch hergeschenkt hat. Wir sind auf der Zielgeraden, wollen aufsteigen. Da macht man sich schon Gedanken, was man verlieren kann. Deswegen hatten wir in der zweiten Hälfte mehr zu kämpfen. Um so glücklicher sind wir über den Sieg."

Vielleicht kommt durch den Dreier die mentale Stärke zurück, um die Spiele wieder 90 Minuten zu dominieren.

Die Himmelblauen feierten ihren Sieg im Vogtland regelrecht ausgelassen - es war ja schließlich der erste Dreier des Jahres in der Fremde.
Die Himmelblauen feierten ihren Sieg im Vogtland regelrecht ausgelassen - es war ja schließlich der erste Dreier des Jahres in der Fremde.  © Picture Point

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