CFC-Kapitän Grote: "Wir stehen zu Recht ganz oben!"

Berlin - Effizient, eiskalt, erfolgreich! Drei Tormöglichkeiten hatte der CFC in Berlin. Drei Mal zappelte der Ball im Netz. In der ersten Halbzeit zeigten die Gastgeber ihr Talent. Nach der Pause übernahm der Spitzenreiter und spielte seine ganze Routine aus.

Dennis Grote hat allen Grund zum Jubeln.
Dennis Grote hat allen Grund zum Jubeln.  © Picture Point

Es waren die Führungsspieler, die eindrucksvoll vornweg marschierten. Daniel Frahn sorgte mit dem sicher verwandelten Foulelfmeter für den Ausgleich. Dennis Grote legte sich den Ball 20 Meter vor dem Tor zurecht und netzte im rechten unteren Eck ein.

Dann schnappte sich Frahn den Fehlpass von Nils Blumberg, den die Chemnitzer im Sommer verpflichten wollten. Frahn zog drei Gegenspieler auf sich und legte für Dejan Bozic auf. Der Top-Torjäger blieb cool und traf zum 3:1-Endstand.

"Wir wollten die Serie fortsetzen und auch dieses Spiel gewinnen. Das ist uns nach der Pause gelungen", sagte Grote.

Nach zwei Strafstößen traf der Kapitän erstmals aus dem Spiel heraus. "Es freut mich, dass ich die Mannschaft auf die Siegerstraße bringen konnte. Wir haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass wir zu Recht ganz oben stehen", erklärte Grote, der nicht alles für gut befand:

"Vor der Pause ist uns Köpke drei, vier Mal hinter der Kette weggelaufen. Da haben wir im Verbund schlecht verteidigt."

Der Ball von Dennis Grote zappelt im Berliner Netz.
Der Ball von Dennis Grote zappelt im Berliner Netz.  © Picture Point

Gegen alle direkten Konkurrenten hat der CFC gewonnen. 3:1 gegen den Berliner AK, 2:0 gegen Nordhausen, 3:1 bei Hertha. Grote: "Neben uns sind das die besten Mannschaften der Liga. Sie haben hin und wieder Punkte abgegeben, wir nicht."

13 Siege in Folge - das hat bislang nur die TSG Neustrelitz (2013/14) geschafft. Sportlich spielt der CFC in einer anderen Liga.

Wirtschaftlich sieht es weniger rosig aus. In einem Schreiben an den Stadtrat beziffert Insolvenzverwalter Klaus Siemon das aktuelle Etatloch mit 493.000 Euro.

Er bittet die Stadt Chemnitz um finanzielle Unterstützung des Vereins in Höhe von 750.000 Euro für 2018/19 und 1,25 Millionen Euro für die eventuelle Drittliga-Saison 2019/20. Ob diese Rechnung aufgeht?

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