CFC-Insolvenzverwalter widerspricht Chemnitzer Polizei!

Chemnitz - CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon geht nach dem Nazi-Skandal am Rande des Heimspiels gegen die VSG Altglienicke in die Offensive und widerspricht der Chemnitzer Polizeibehörde!

CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon hat in einem Interview der Polizei widersprochen.
CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon hat in einem Interview der Polizei widersprochen.  © Picture Point

Die hatte am Sonntag erklärt, im Vorfeld des Regionalliga-Duells dem Verein gegenüber ihre Bedenken bezüglich einer öffentlichen Trauer- oder Beileidsbekundung für den verstorbenen Hooligan Thomas Haller geäußert zu haben.

Der Jurist betonte in einem Interview für den "MDR", dass er Anhaltspunkte für eine "konkrete Bedrohungssituation, die die freie Willensbildung des Veranstaltungsleiters beeinflusst und die zu diesem Ergebnis geführt hat", vorliegen habe. Deshalb habe der Verein am Montag bei der Staatsanwalt Chemnitz Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Siemon: "Ein dringendes Einschreiten der Ermittlungsbehörden ist notwendig. Widersprechen möchte ich auch der Polizeibehörde, die diesbezüglich eine Stellungnahme abgegeben hat. Nach meinem Erkenntnisstand ist das nicht so gelaufen. Wir sind inzwischen in der Lage, den Ermittlungsbehörden auch Namen zu nennen. Das werde ich in Kürze tun."

Siemon erklärte gegenüber dem "MDR" weiter: "Diese Würdigung eines Nazis widerspricht meiner Grundauffassung zutiefst, und auch der Grundauffassung der überwiegenden Fans, Sponsoren, Gesellschafter und Investoren des Chemnitzer FC."

Der Insolvenzverwalter räumte ein, dass die Vorkommnisse im Stadion an der Gellertstraße und die deutschlandweiten Negativ-Schlagzeilen dem Verein "in der Sanierung und Restrukturierung auf keinen Fall helfen werden". Er betonte: "Wir sind aber nicht bereit, vor den braunen Ideologien zurückzuweichen oder uns den Fußball in Chemnitz wegnehmen zu lassen."

Update, 13.30 Uhr: "Staat muss Gewaltmonopol im Stadion haben"

Klaus Siemon äußerte sich bei Twitter noch einmal zu den Vorkommnissen am Samstag und sprach sich für das Gewaltmonopol des Staates auch im Stadion aus. "Die Erledigung von Sicherheit in Stadien durch private Sicherheitsdienste ist Einfallstor für rechtsextreme Ideologien."

Siemon antwortete dabei auf eine Stellungnahme von Innenminister Horst Seehofer. Der CSU-Politiker hatte als Reaktion auf die umstrittene Trauerfeier für einen gestorbenen Rechtsextremen im Stadion des CFC am Montag gesagt: "Ich halte es für richtig und absolut notwendig, dass die Verantwortlichen beim Chemnitzer FC und beim Nordostdeutschen Fußballverband die erforderlichen Konsequenzen ziehen." Sport solle eine integrierende Wirkung haben und Menschen miteinander verbinden. "Hier darf es keinen Raum für Rechtsextremismus und Rassismus geben", sagte Seehofer. Deswegen fördere sein Ministerium Projekte, die sich gegen Diskriminierung und jede Form von Extremismus richteten.

Mehr zum Thema Chemnitzer FC:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0