CFC-Trainer Bergner bastelt schon am Viertliga-Team

Chemnitz - Seinen Spielern spendierte CFC-Trainer David Bergner am Dienstag noch einen freien Tag. Die englische Woche hatte an den Kräften gezehrt. Nach drei Niederlagen mit zehn Gegentreffern waren die Köpfe leer.

CFC-Coach David Bergner hat einen schweren Rucksack zu tragen. Er kam im Januar in einer schwierigen Situation, jetzt ist diese nur noch als verfahren und hoffnungslos zu bezeichnen.
CFC-Coach David Bergner hat einen schweren Rucksack zu tragen. Er kam im Januar in einer schwierigen Situation, jetzt ist diese nur noch als verfahren und hoffnungslos zu bezeichnen.  © Picture Point/Kerstin Kummer

"Das Großaspach-Spiel hat die Saison widergespiegelt. Wir waren nicht schlechter als der Gegner. Aber wenn man die Standards so verteidigt wie wir, hat das mit Profifußball nichts zu tun. In den entscheidenden Situationen waren wir wieder einmal zu weit weg", erklärte Bergner.

2:3 verlor der CFC gegen den "Dorfklub". Der letzte Hoffnungsfunken ist erloschen. Sechs Spieltage müssen die Himmelblauen in der 3. Liga noch überstehen.

"Wir haben die verdammte Pflicht, die Saison vernünftig zu Ende zu spielen. Das sind wir unseren Zuschauern und Sponsoren schuldig", betont Bergner, der weiter eine Minimalchance sieht: "Die liegt unter fünf Prozent."

Der Trainer verweist auf den vergangenen Sommer. Zahlreiche Leistungsträger verließen den CFC. Es kamen Regionalliga-Spieler, für die - bis auf wenige Ausnahmen - die 3. Liga eine Nummer zu groß ist. Bergner: "Der Verein wusste, dass es ein schweres Unterfangen werden wird. Das ist so eingetreten. Dem müssen wir uns stellen."

Auf ein Aufbruchsignal warten die Anhänger bislang vergeblich. "Da bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich bin der Trainer und muss zusehen, dass wir mit vernünftigen Ergebnissen aus der Serie gehen", erklärt Bergner: "Wir können nur mit Punkten eine Aufbruchstimmung erzeugen. Das haben wir in der englischen Woche nicht geschafft."

Ganz unwissend, wie es ab Sommer in Chemnitz weitergeht, ist Bergner nicht. Das verrät der 44-Jährige auf TAG24-Nachfrage: "Wir - Steffen Ziffert, Sreto Ristic und ich - sind schon am Planen und schauen, was möglich ist. Damit beginnen wir nicht erst nach dem 38. Spieltag. So blauäugig sind wir nicht."

David Bergner (r.) bastelt schon mit seinem Co. Sreto Ristic am neuen Kader.
David Bergner (r.) bastelt schon mit seinem Co. Sreto Ristic am neuen Kader.  © Picture Point/Kerstin Kummer

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