Doppelter CFC-Ärger! Strafstoß verweigert und Neuzugang Sturm schwer verletzt

Chemnitz - Dem Boykott der eigenen Fans getrotzt, den Zweitliga-Absteiger 1. FC Magdeburg fast besiegt, zum ersten Mal kein Gegentor - der Chemnitzer FC ging am Freitagabend erhobenen Hauptes vom Feld.

Matti Langer (r.) hatte kurz vorm Ende die Chance zum Siegtreffer für den CFC. Leider landete der Ball auf dem Querbalken des Magdeburger Gehäuses. (Symbolbild)
Matti Langer (r.) hatte kurz vorm Ende die Chance zum Siegtreffer für den CFC. Leider landete der Ball auf dem Querbalken des Magdeburger Gehäuses. (Symbolbild)  © Picture Point/Gabor Krieg

Zum verdienten Sieg fehlten letztlich ein paar Zentimeter. Nach einem Freistoß landete die Kopfball-Bogenlampe von Matti Langer auf dem Querbalken.

Der starke Torhüter Alexander Brunst stand bei der Aktion in der 84. Minute einen Tick zu weit vor seinem Kasten.

"Vor ein paar Wochen wäre der Ball wahrscheinlich rein gegangen", meinte Langer. Aber wer im Tabellenkeller steht, hat das Pech meistens gepachtet.

Langers Möglichkeit war nicht die einzige. Der zu Wochenbeginn verpflichtete Davud Tuma scheiterte frei vor dem FCM-Tor mit seinem schwächeren rechten Fuß an Brunst (64.).

Der Keeper vollbrachte drei Minuten später die nächste Großtat, parierte den Kopfball aus Nahdistanz von Tarsis Bonga.

Zudem hätte Schiedsrichter Martin Petersen durchaus auf Strafstoß entscheiden können, als Tuma von Sören Bertram zu Boden gerammt wurde (58.). Die Pfeife blieb stumm.

Zweikampf zwischen Davud Tuma (l.) und Sören Bertram. Hier fair, aber in der 58. Minute wurde Tuma vom Magdeburger im Strafraum abgeräumt - der Elfmeterpfiff blieb aber aus.
Zweikampf zwischen Davud Tuma (l.) und Sören Bertram. Hier fair, aber in der 58. Minute wurde Tuma vom Magdeburger im Strafraum abgeräumt - der Elfmeterpfiff blieb aber aus.  © Harry Härtel/Haertelpress

Tuma: "Betram läuft in mich rein, hat keine Chance, an den Ball zu kommen. Dass der Schiri nicht pfeift, ist für mich eine Fehlentscheidung."

Das sah Trainer David Bergner nicht anders: "Bertram räumt Tuma komplett ab. Hundertprozentig ein Elfmeter. Ärgerlich!"

Ärgerlich ist auch das Verletzungspech, dass die Chemnitzer in dieser Saison ereilt. Philipp Sturm, zur Pause für den blassen Dejan Bozic eingewechselt, musste nach wenigen Minuten wieder raus.

"Er bleibt bei seinem Zweikampf im Rasen hängen, verletzt sich am linken Knöchel. Das sieht nicht gut aus", erklärte Bergner nach der Nullnummer: "Das ist unfassbar tragisch für den Jungen, der bei uns einen Supereinstand hatte."

Sturm, der Ende Juli vom FC Liefering aus Österreich nach Chemnitz gekommen war, wurde umgehend ins Krankenhaus eingeliefert.

Er zog sich einen Riss des vorderen Syndesmosebandes zu und fehlt den Himmelblauen damit mehrere Wochen.

CFC-Coach David Bergner muss mehrere Wochen auf Philipp Sturm verzichten.
CFC-Coach David Bergner muss mehrere Wochen auf Philipp Sturm verzichten.  © Picture Point/Gabor Krieg

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