CFC-Kicker Grote oder FSV-Spieler Wachsmuth - wer krallt sich zum Abschied den Pott?

Chemnitz/Zwickau - Zwei Kapitäne gehen von Bord. Zwei langjährige Leitfiguren, die ein Ziel eint - der Sachsenpokal.

Den Pokal des Regionalliga-Meisters konnte Dennis Grote bereits in den Chemnitzer Himmel stemmen. Am Samstag soll der Sachsenpott folgen.
Den Pokal des Regionalliga-Meisters konnte Dennis Grote bereits in den Chemnitzer Himmel stemmen. Am Samstag soll der Sachsenpott folgen.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Dennis Grote (CFC) und Toni Wachsmuth (FSV) verabschieden sich am Samstagnachmittag (14.15 Uhr) im Chemnitzer Stadion An der Gellertstraße von den Fans - jeder von seinen. Raus mit Applaus gehen beide, doch nur einer verabschiedet sich mit einem Titel.

Den sächsischen Landespokal hat Grote bereits in den Händen gehalten: vor zwei Jahren, am 24. Mai 2017, nach dem 2:1-Finalsieg gegen den 1. FC Lok Leipzig.

Jetzt giert der 32-Jährige nach dem zweiten Pott. Es wäre nicht nur das Sahnehäubchen auf eine grandiose Saison, sondern auch das perfekte Abschiedsgeschenk nach drei Jahren und 110 Pflichtspielen beim Chemnitzer FC. Grote wechselt zu Rot-Weiß Essen.

"Ich verspüre eine Riesenfreude, fühle mich sehr gut", schiebt der Mittelfeldstratege sämtliche Emotionen rund um seinen Abschied beiseite.

"Wir alle haben auf dieses Finale hingearbeitet. Es gibt keinen schöneren Abschluss, völlig unabhängig von meiner Person", so Grote weiter.

Im allerletzten Spiel seiner Karriere will Toni Wachsmuth unbedingt noch einmal jubeln. Es wäre ein perfekter Abschluss für den 32-Jährigen.
Im allerletzten Spiel seiner Karriere will Toni Wachsmuth unbedingt noch einmal jubeln. Es wäre ein perfekter Abschluss für den 32-Jährigen.  © Picture Point / Sven Sonntag

Sein Gegenpart, Wachsmuth, will ihm einen Strich durch die Rechnung machen: "Mit dem Pokalsieg können wir unsere Saison vergolden."

Er selbst reckte den Pott auch schon nach oben - ebenfalls mit dem CFC. Am 16. Mai 2012 gewannen die Himmeblauen mit "Wachser" als Kapitän 5:4 nach Verlängerung beim VfL Hohenstein-Ernstthal.

Zwei Jahre später wechselte der 32-Jährige in Westsachsen die Seiten und ging nach Zwickau. Vier Jahre und 167 Pflichtspiele danach ist nun Schluss.

Das Pokalfinale ist Wachsmuths letzter Einsatz, bevor er die Töppen an den Nagel hängt und ins Amt des FSV-Sportchefs wechselt. "Der Abgang ist wie gemalt. Erst der Klassenerhalt und nun das Finale. Dabei geht es um so viel. Es geht um den ersten Sachsenpokal für den FSV, die Qualifikation für den DFB-Pokal und wichtige Einnahmen", so Wachsmuth.

Die Kulisse tut ein Übriges: "Es geht ums Derby mit über 10.000 Zuschauern. Das wird nochmal besonders." Der Derbycharakter motiviert zusätzlich. Ein Favorit ist schwerlich auszumachen.

Für den CFCer Grote ist das auch zweitrangig: "Von mir aus kann der FSV diese Rolle gern haben. Ich erwarte ein offenes Duell, in dem wir eine realistische Chance haben, wenn wir unsere Leistungsgrenze erreichen."

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