Streit mit CFC-Torjäger Daniel Frahn geht in nächste Runde: Keine Einigung vor Gericht

Chemnitz - Der Streit um die fristlose Kündigung von CFC-Torjäger Daniel Frahn geht in die nächste Runde. Bei dem für Donnerstag angesetzten Gütetermin am Arbeitsgericht Chemnitz kamen sich beide Seiten nicht näher. Nun folgt die mündliche Verhandlung.

Daniel Frahn beim CFC-Spiel in Halle. Im Gästeblock saß er unter anderem neben Chris J., bekannt alsengagiertes Ex-Mitglied der rechtsgerichteten Fan-Gruppierungen "NS-Boys" sowie "Kaotic Chemnitz.
Daniel Frahn beim CFC-Spiel in Halle. Im Gästeblock saß er unter anderem neben Chris J., bekannt alsengagiertes Ex-Mitglied der rechtsgerichteten Fan-Gruppierungen "NS-Boys" sowie "Kaotic Chemnitz.  © Picture Point/S. Sonntag

Im Dezember gibt es den nächsten Termin, wo es dann zur richtigen Verhandlung kommt. Das Zuschauerinteresse bei dem Termin hielt sich in Grenzen, dafür war ein großes Polizeiaufgebot vor Ort.

Der damalige CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik hatte Frahn am Nachmittag des 5. August über die fristlose Kündigung informiert.

Der zu diesem Zeitpunkt verletzte Kapitän der Himmelblauen hatte zwei Tage zuvor beim CFC-Drittligaspiel in Halle mit rechtsradikalen Gruppierungen sympathisiert.

"Der Spieler Frahn verhielt sich durch die im Gäste-Fanblock des Hallenser Stadions offenkundig zur Schau gestellten Sympathie zu führenden Köpfen der rechts gesinnten Gruppierung 'Kaotic Chemnitz' und der aufgelösten Gruppe 'NS-Boys' massiv vereinsschädigend", begründeten die Gesellschafter der CFC Fußball GmbH am 5. August. Frahn akzeptierte die fristlose Kündigung nicht und reichte knapp drei Wochen später Klage beim Arbeitsgericht Chemnitz ein.

Der Torjäger selbst äußerte sich erstmals am 26. August und schrieb via Facebook unter anderem: "Ich wehre mich erneut dagegen als Sympathisant von rechtsradikalen Gruppierungen dargestellt oder mit rechtem Gedankengut in Verbindung gebracht zu werden."

Bereits am 9. März hatte Frahn für einen Eklat gesorgt. Im Regionalliga-Heimspiel gegen die VSG Altglienicke bejubelte er seinen Torerfolg mit dem Hochhalten eines T-Shirts mit der Aufschrift "Support Your Local Hools".

Vor dem Anpfiff dieser Partie hatte die Südkurve dem verstorbenen Neonazi Thomas H. mit einer Trauerzeremonie gedacht und deutschlandweit für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Mit den Folgen hat der CFC bis heute zu kämpfen. Einige Großsponsoren stellten ihr Engagement ein. Neue Geldgeber sind kaum zu finden, zumal die Mannschaft inzwischen auch sportlich schlecht dasteht: mit drei Punkten auf dem vorletzten Platz der 3. Liga.

Am 9. März hielt Daniel Frahn ein T-Shirt mit der Aufschrift: "Support Your Local Hools" hoch.
Am 9. März hielt Daniel Frahn ein T-Shirt mit der Aufschrift: "Support Your Local Hools" hoch.  © Harry Härtel/Haertelpress
Daniel Frahn am 5. August auf dem Weg zum Stadion an der Gellertstraße
Daniel Frahn am 5. August auf dem Weg zum Stadion an der Gellertstraße  © Harry Härtel/Haertelpress

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