Eklat: CFC feuert Frahn fristlos, weil er "großer Sympathisant von rechtsradikaler Gruppierung ist"

Chemnitz - Die nächste Bombe ist explodiert! Der krisengeschüttelte Chemnitzer FC hat Publikumsliebling Daniel Frahn fristlos gefeuert. Auslöser ist sein Ausflug in den Gästeblock zum Spiel beim Halleschen FC (1:3).

Daniel Frahn am Samstag in Halle.
Daniel Frahn am Samstag in Halle.  © Picture Point

Dort zeigte sich der verletzte Torjäger nicht etwa in der Kabine bei der Mannschaft, sondern in der Gästekurve. Das ist erstmal nicht verwerflich. Es zeigt die Nähe zu den Fans, die bei den Himmelblauen dieser Tage selten geworden ist. Nur stand Frahn dort Seite an Seite mit Anhängern der rechten Szene.

Als sich die Mannschaft nach der neuerlichen Pleite wie geprügelte Knaben in die Gästekurve begab, wurde sie am Zaun von den CFC-Ultras in Empfang genommen.

Mittendrin: Daniel Frahn. Neben ihm: Chris J.. In hiesigen Kreisen ist dieser bekannt als engagiertes Ex-Mitglied der rechtsgerichteten Fan-Gruppierungen "NS-Boys" sowie "Kaotic Chemnitz".

"Die Gesellschafter der CFC Fußball GmbH verurteilen die Vorfälle auf das Schärfste. Mit Entsetzen haben wir erkennen müssen, dass sich unser - nunmehr ehemaliger - Mannschaftskapitän als großer Sympathisant der rechtsradikalen und menschenverachtenden Gruppierung 'Kaotic Chemnitz' herausgestellt hat und damit großen Schaden für den Verein anrichtete", begründet Romy Polster, stellvertretende Vorsitzende der CFC-Gesellschafter den Rauswurf.

Frahns Verhalten war ein klarer Verstoß gegen den Gesellschaftervertrag. Dort steht u.a. geschrieben: "Die CFC GmbH tritt jeder Form von diskriminierenden oder menschenverachtenden Einstellungen und Verhaltensweisen entgegen."

Dabei fiel der 32-Jährige nicht zum ersten Mal negativ auf! Am 9. März hatte er ein Trikot mit der Aufschrift "Support your local Hools" hochgehalten und war dafür vereinsintern mit einer Geldstrafe belegt worden.

"Wir wissen jetzt sicher, dass es die falsche Entscheidung war, ihm nach seinen Unschuldsbeteuerungen weiter das Vertrauen zu schenken. Seine Reue damals war eine Farce. Es herrscht vollste Übereinstimmung, dass die CFC Fußball GmbH das Vertragsverhältnis mit sofortiger Wirkung auflöst. Daniel Frahn, für Sie ist beim Chemnitzer FC kein Platz mehr", so Polster.

Daniel Frahn am Montag auf dem Weg ins CFC-Stadion.
Daniel Frahn am Montag auf dem Weg ins CFC-Stadion.  © Harry Härtel/Haertelpress
In Halle wurde CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon in einem Fadenkreuz gezeigt. Das Verhalten der Fans ist ein klarer Verstoß gegen den Gesellschaftervertrag.
In Halle wurde CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon in einem Fadenkreuz gezeigt. Das Verhalten der Fans ist ein klarer Verstoß gegen den Gesellschaftervertrag.  © Picture Point
Neu-Kapitän Daniel Frahn beim Testspiel gegen Alanyaspor.
Neu-Kapitän Daniel Frahn beim Testspiel gegen Alanyaspor.
CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik musste Daniel Frahn entlassen.
CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik musste Daniel Frahn entlassen.  © Picture Point

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