Nach Lizenz-Schock: Am CFC-Kader soll nicht weiter gespart werden

Sehen die CFC-Fans in der kommenden Saison nur noch Regionalligafußball?
Sehen die CFC-Fans in der kommenden Saison nur noch Regionalligafußball?

Chemnitz - Nach dem Schock aus der DFB-Zentrale arbeitet der CFC mit Hochtouren ein umfangreiches Arbeitspaket ab.

Sechs Wochen haben die Vereinsgremien Zeit, um das 4,6-Millionen-Euro-Loch zu stopfen. Spätestens am 2. Juni, 15.30 Uhr, müssen die nachgebesserten Lizenzunterlagen - unterzeichnet von einem Wirtschaftsprüfer - beim DFB vorliegen.

Danach wird entschieden, ob es für die Himmelblauen in der neuen Saison in der 3. Liga weitergeht oder ab Sommer eine Klasse tiefer in Auerbach und Meuselwitz gekickt wird.

Im ersten Anlauf sind die Chemnitzer mit ihren Lizenzunterlagen beim DFB krachend durchgefallen. Der Verband ist vorsichtig geworden, nachdem der CFC im Herbst des vergangenen Jahres plötzlich ein Finanzloch von über zwei Millionen Euro offenbart hatte.

Dieses Mal nahm man in Frankfurt/Main das himmelblaue Zahlenwerk etwas genauer unter die Lupe.

Fast zwei Drittel des 7,5-Millionen-Etats für 2017/18 werden durch den DFB angezweifelt und sollen nun durch Verträge, Darlehen und Bürgschaften glaubhaft nachgewiesen werden.

1,26 Millionen Euro könnten die Himmelblauen schnell los sein. Dann nämlich, wenn der Stadtrat diese Summe am 3. Mai nochmals abgesegnet - ein formeller Akt. Doch der DFB will selbst diese Summe "juristisch unanfechtbar" belegt haben.

Übrig bleiben stolze 3,34 Millionen Euro - eine Mammutaufgabe, die in der Kürze der Zeit eigentlich kaum zu bewältigen ist, aber bewältigt werden muss!

Der Club will neue Mitglieder und Sponsoren sowie attraktive Testspielgegner gewinnen und somit zusätzliche Einnahmen generieren. Und er muss an allen Ecken und Enden sparen. Unter anderem sollen das Stadion betreffende Verträge (Betrieb, Catering, Sicherheit) nachverhandelt werden.

Nicht gespart werden soll am Etat für den Profikader. Der wurde für 2017/18 mit drei Millionen Euro bereits um 500.000 Euro niedriger angesetzt als in dieser Saison.


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