CFC-Fans rufen zum Boykott auf: Bleibt am Freitag die Südkurve leer?

Chemnitz - Aufstand beim CFC: Die Fans wollen das Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg am Freitagabend boykottieren.

Die Fans protestierten vor dem HSV-Spiel gegen die aktuellen Entwicklungen beim CFC.
Die Fans protestierten vor dem HSV-Spiel gegen die aktuellen Entwicklungen beim CFC.  © Harry Härtel/Haertelpress

Mit einem Informationsflyer erklären die Fanclubs gemeinsam: "Wir lassen uns nicht erpressen!" Hintergrund sind die aktuellen Ereignisse beim CFC und die Kritik über das Fan-Verhalten beim DFB-Pokal.

"Der Trainer kritisiert nach dem HSV-Spiel erneut die eigenen Fans, trotz bedingungsloser Unterstützung der Mannschaft. Thomas Sobotzik spricht vielen Anhängern die Liebe zum eigenen Verein ab. Die Gesellschafter und Insolvenzverwalter Klaus Siemon erpressen die Mitglieder des e.V., denn sollte ihre Forderung auf der Mitgliederversammlung nicht erfüllt werden, werden die Zahlungen - u.a. das Hilfsangebot für das NLZ - eingestellt und der CFC erfährt die Löschung aus dem Vereinsregister. Nebenbei soll der Vorstand, welcher den Verein vertritt, nach dem Willen vom Siemon für die Zeit der Mitgliederversammlung in Haft!", heißt es auf dem Flyer.

Mit diesem Flyer rufen die Fanclubs zum Boykott auf.
Mit diesem Flyer rufen die Fanclubs zum Boykott auf.  © privat

Weiter wird erklärt, dass es von Anfang das Ziel gewesen sei die "50+1-Regel" auszuhebeln und ein Konstrukt wie RB Leipzig zu schaffen. "Fans, Anhänger und Mitglieder sind hierbei nur lästiges Beiwerk und Konsumenten."

Nun wollen die Fans beim Heimspiel gegen Magdeburg (Freitag, 19 Uhr) ein Zeichen setzen und "die GmbH dort treffen, wo es ihr am meisten wehtut: in ihrem Geldbeutel!" Weiter heißt es: "Wir werden das Spiel boykottieren und begrüßen jeden, der den selben Entschluss fasst."

Die Fanclubs fordern den Fortbestand des CFC e.V, ohne Lügen, Intrigen und Erpressungen, den Erhalt des Nachwuchsleistungszentrums, die Wahrung von 50+1 und den Respekt gegenüber Fan- & Mitgliederinteressen.

Die Fans protestierten schon am Sonntag im Vorfeld des DFB-Pokal-Spiels gegen den Hamburger SV gegen die aktuelle Entwicklung beim Verein. Rund 1200 CFC-Anhänger nahmen an einem Fanmarsch vom Marx-Monument zum Stadion teil. Mit Sprechblasen machten die Fans ihrem Unmut Luft: "Simon raus", "Pro Notvorstand" oder "Sobotzik raus" war zu lesen. Ein Redner schrie durchs Megafon: "Denkt dran, wir haben 51 Prozent an der GmbH."

Anfang August hatte Insolvenzverwalter Klaus Siemon Massenunzulänglichkeit für den Verein angezeigt. Wenig später kam heraus, dass allen Trainern des Nachwuchsleistungszentrums gekündigt wurde (TAG24 berichtete). Auch um die bevorstehende Mitgliederversammlung gibt es Ärger.

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