Schallende Ohrfeige für CFC-Insolvenzverwalter Siemon

Chemnitz - Schallende Ohrfeige für Insolvenzverwalter Klaus Siemon! Im Zwist um die Weiterführung des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) hatte der Düsseldorfer Jurist versucht sich Zugriff auf ein vom Notvorstand des Chemnitzer FC e.V. eingerichtetes Bankkonto zu verschaffen. Das Landgericht Chemnitz befand nun, dass dieses Vorgehen rechtsmissbräuchlich sei.

Über dem Nachwuchsleistungszentrum in Chemnitz ist der Himmel wieder blau. Insolvenzverwalter Klaus Siemon muss das gesperrte Konto wieder freigeben.
Über dem Nachwuchsleistungszentrum in Chemnitz ist der Himmel wieder blau. Insolvenzverwalter Klaus Siemon muss das gesperrte Konto wieder freigeben.  © Thomas Nahrendorf

Was war passiert? Nachdem Siemon das NLZ im August aus der Insolvenzmasse freigegeben hatte, wurde bei der Sparkasse Chemnitz ein Girokonto eröffnet, um dessen Fortbetrieb zu gewährleisten.

Nur wenige Tage später grätschte Siemon dazwischen, lies das Konto sperren. Gegenüber dem Kreditinstitut argumentierte der Insolvenzverwalter, dass alleine er über das Vermögen des Vereins zu verfügen habe.

Zu Unrecht, wie die Chemnitzer Richter urteilten. Siemon habe es demnach zu unterlassen, "gegenüber der Sparkasse Chemnitz als Verfügungsberechtigter bezüglich des dort geführten Geschäftsgirokonto des Chemnitzer Fußballclub e.V. i.L. […] aufzutreten, insbesondere Kontostände abzufragen, die Überweisung von Kontoguthaben und zukünftig eingehenden Beträgen und Übermittlung sämtlicher Kontoauszüge an sich zu fordern oder zu äußern, Verfügungen von dem Konto nicht zuzustimmen, oder zu behaupten, Verfügungen über das Konto seien nur mit Zustimmung des Insolvenzverwalters möglich."

Für Zuwiderhandlungen droht das Landgericht Chemnitz Siemon die Verhängung eines Ordnungsgeldes in Höhe von 250.000 Euro oder "für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, Ordnungshaft bis zu sechs Monaten" an.

Doch damit nicht genug! Siemon wird aufgegeben, gegenüber der Sparkasse Chemnitz zu erklären, dass besagtes Geschäftsgirokonto nicht Teil der Insolvenzmasse ist und er daran keine Verwaltungs- und Vergütungsrechte geltend macht. Gleichzeitig habe er die Verfahrenskosten zu tragen. Bei einem Streitwert in Höhe von 25.000 Euro dürften sich diese in erster Instanz auf circa 6000 Euro belaufen.

Hier grüßt er lachend, doch für Insolvenzverwalter Klaus Siemon und die Gläubiger wird der verlorene Prozess teuer.
Hier grüßt er lachend, doch für Insolvenzverwalter Klaus Siemon und die Gläubiger wird der verlorene Prozess teuer.  © Picture Point/Kerstin Kummer

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