CFC- Reinhardt redet Klartext: "Die 2. Halbzeit gegen Würzburg war ein Schritt zurück!"

Julius Reinhardt (r. gegen Würzburgs Orhan Ademi) nahm nach der 0:3-Pleite gegen die Kickerrs kein Blatt vor den Mund und  sprach ehrlich von einem "Schritt zurück".
Julius Reinhardt (r. gegen Würzburgs Orhan Ademi) nahm nach der 0:3-Pleite gegen die Kickerrs kein Blatt vor den Mund und sprach ehrlich von einem "Schritt zurück".  © Frank Kruczynski

Chemnitz - Viel Zeit, um die schmerzhafte 0:3-Heimklatsche gegen Würzburg aufzuarbeiten, bleibt dem CFC nicht. Schon am Freitag wartet das nächste Krisentreffen. Beim Drittletzten Preußen Münster lautet das Motto: Verlieren verboten!

Das weiß auch Routinier Julius Reinhardt, der die Niederlage gegen Würzburg nur schwer in Worte fassen konnte. "Wir hatten uns deutlich mehr ausgerechnet. Und es war ja auch nicht so, dass dieser Gegner unschlagbar war", meinte Reinhardt: "Aber Fußball ist Ergebnissport. Das 0:3 sieht relativ klar aus. Und das Resultat war auf Grund der zweiten Halbzeit auch gerechtfertigt."

Ist der Machtkampf in der Führungsetage doch nicht spurlos an der Mannschaft vorüber gegangen? Reinhardt erinnert sich an das vergangene Jahr. "Da ging es auch in der Vorweihnachtszeit mit den vielen Negativnachrichten los. Ich kenne aktuell die Gründe nicht, kann das nicht beurteilen. Aber unser Auftreten hatte damit sicher nichts zu tun", stellt er klar.

Wie kommt der Verein schnellstmöglich aus diesem Jammertal heraus? Wie soll der sportliche Absturz verhindert werden? "Wir waren nach der Heimniederlage gegen Köln im September schon einmal Letzter. Wir wissen, wie beschissen es so weit unten in der Tabelle ist. Dort wollen wir möglichst nicht wieder hin", erklärt Reinhardt: "Damals haben wir uns mit harter Arbeit heraus gekämpft. Deshalb kann ich nur an alle appellieren, dass wir weiter fleißig arbeiten und uns irgendwann dafür belohnen müssen."

Bei Trainer Horst Steffen sucht Reinhardt die Gründe für die sportliche Misere (drei Pflichtspielniederlagen in Folge) nicht. "Die Begegnungen in dieser Liga sind ausgeglichen. Wir stehen nicht über den Dingen, es ist Woche für Woche ein harter Kampf. Die ersten 45 Minuten gegen Würzburg waren ordentlich. Da haben wir gut verteidigt, schnell umgeschaltet, hatten über Außen einige Aktionen. Doch die zweite Halbzeit war ein Schritt zurück", so der Routinier.

Jetzt geht es nach Münster. Was erwartet Reinhardt? "Wenn wir gewinnen, können wir uns absetzen. Verlieren wir, zieht der Gegner an uns vorbei", weiß der 29-Jährige: "Für Münster sieht es aktuell nicht besser aus. Ich sehe dieses Spiel als neue Chance, um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen."


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