Sieg vergeigt! Chemnitzer FC hadert nach dreimaliger Führung

Chemnitz - Für das neutrale Auge war das 3:3 zwischen Preußen Münster und dem Chemnitzer FC ein Leckerbissen. Für den himmelblauen Fan war es dagegen ein herzzerreißendes Auf und Ab.

Sieg vergeigt! CFC-Coach Patrick Glöckner war bedient.
Sieg vergeigt! CFC-Coach Patrick Glöckner war bedient.  © imago images/Marco Steinbrenner

Zwei Tage nach Halloween schwebte noch das Abstiegsgespenst im Preußenstadion umher, beide Teams standen - und stehen noch - unten drin. "Wir sind dennoch ohne Angst ins Spiel gegangen", verriet CFC-Kapitän Niklas Hoheneder. "Die Angst haben wir momentan nicht, weil wir gute Spiele in der letzten Zeit gemacht haben."

Der CFC hatte zwar Startschwierigkeiten, die 1:0-Führung durch Tobias Müller (15.) war aber verdient. Der Ausgleich zwölf Minuten später durch Maurice Litka kann passieren. Nachdem Erik Tallig (42.) die Sachsen wieder in Front brachte, blieb nicht mehr viel Zeit bis zum Pausenpfiff. Aber: "Das war der erste Knackpunkt im Spiel", analysierte Hoheneder den weiteren Ausgleich (45.). "Wenn wir mit 2:1 in die Kabine gehen, dann müssen die taktisch was ändern." Somit ging es nach dem Seitenwechsel praktisch bei null los.

Als dann schon alles nach einem 2:2 aussah, netzte Torjäger Dejan Bozic (89.) die dritte Führung ein. "Wir belohnen uns spät - eigentlich genau so, wie es schön ist", so Hoheneder. "Aber nach jedem Tor sind sie zurückgekommen, und das ist die große Kunst im Fußball. Wir haben es leider nicht geschafft, die Führung zu stabilisieren." Postwendend (90.) gab es den 3:3-Schlussakt.

"Natürlich müssen wir viele Dinge in der Defensive ansprechen", lautet die Aufgabe für das Trainerteam rund um Patrick Glöckner in den nächsten Tagen. "Müssen das eine oder andere Mal kompromissloser spielen, uns cleverer anstellen." Ein Lob für den Gegner sprach Glöckner dabei auch aus: "Münster hat es gut gemacht, wie sie die Räume bespielt haben und sich haben fallen lassen. Das ist unwahrscheinlich schwer, das zu verteidigen."

Immerhin wurde das Minimalziel - der eine Auswärtspunkt - erreicht. "Wir stehen damit vier Ligaspiele plus Pokalspiel am Stück ohne Niederlage da", lässt sich laut Glöckner darauf aufbauen.

Der Chemnitzer Niklas Hoheneder übersprang Heinz Mörschel.
Der Chemnitzer Niklas Hoheneder übersprang Heinz Mörschel.  © imago images/Marco Steinbrenner
Die Himmelblauen bejubelten den Treffer von Dejan Bozic zum 3:2. Aber zum Sieg reichte er nicht ...
Die Himmelblauen bejubelten den Treffer von Dejan Bozic zum 3:2. Aber zum Sieg reichte er nicht ...  © imago images/Marco Steinbrenner

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