Erst ausgekontert, dann zu spät aufgewacht: CFC verliert 2:3 bei Mitaufsteiger Köln

Köln - Wechselbad der Gefühle für den Chemnitzer FC! Bei Mitaufsteiger Viktoria Köln kamen die Himmelblauen erst überhaupt nicht in Tritt und lagen hoffnungslos 0:3 hinten. In der Schlussviertelstunde setzte die Bergner-Elf dann zu einer starken Aufholjagd an. Allerdings blieb die ohne Happy End. Unter dem Strich verloren die Gäste mit 2:3 (0:2).

Paul Milde im Zweikampf mit Marcel Gottschling.
Paul Milde im Zweikampf mit Marcel Gottschling.  © osnapix

CFC-Coach David Bergner musste beim allerersten Gastspiel im Sportpark Höhenberg kurzfristig umdisponieren, da Torjäger Daniel Frahn mit muskulären Problemen ausfiel. Statt mit Doppelspitze lief der Aufsteiger im 4-1-4-1 mit Dejan Bozic als einziger Sturmspitze auf.

Obwohl das Mittelfeld so eigentlich dicht gestaffelt stand, fehlte im Zentrum komplett der Zugriff. Genau diese Schwäche nutzte Köln mit extrem temposcharfen Umschaltspiel gnadenlos aus.

Als Kevin Holzweiler in der 16. Spielminute das erste Mal einschoss, hatten die Himmelblauen noch Glück, dass der Viktoria-Angreifer einen Tick zu früh gestartet war und beim Abspiel ein My im Abseits stand. Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich setzte zudem einen direkten Freistoß an den rechten Pfosten.

Gerade in dem Moment, als der CFC etwas mutiger wurde und durch eine Direktabnahme von Bozic die erste Torannäherung verbucht hatte (20.), schlug Viktoria eiskalt zu. Wunderlich steckte auf Holzweiler, der per Doppelpass die komplette linke Abwehrseite aushebelte und auf Albert Bunjaku (22.) quer legte. Den Rest besorgte der 35-Jährige fast traumwandlerisch.

Keine zehn Minuten später verlor Niklas Hoheneder am Mittelkreis das entscheidende Kopfballduell. Wunderlich sicherte sich den Ball, legte auf halblinks zu Simon Handle (31.), der die zu weit aufgerückten Chemnitzer ins Mark traf. Das beste am ersten Durchgang aus CFC-Sicht war der Halbzeitpfiff. Wer jetzt eine 180-Grad-Wende wie zuletzt gegen Waldhof Mannheim erwartete, wurde enttäuscht.

Nach CFC-Freistoß durfte die Dotchev-Elf wieder im eigenen Stadion zum Konter ansetzen. Wunderlich fand Handle. Der zog auf dem linken Flügel den Sprint an und flankte in die Mitte zu Bunjaku (47.). Der Ex-Auer hing auch beim 1:3 durch Bozic (76.) mit drin.

Im eigenen Strafraum war er ungeschickt mit der Hand zum Ball gegangen. Bozic traf vom Punkt und gab dem CFC neuen Mut. Als Tarsis Bonga (80.) nach Milde-Freistoß auf 2:3 stellte, war das Remis zum Greifen nahe. Doch die Hypothek war am Ende ein Tor zu hoch.

Niklas Hoheneder ist enttäuscht.
Niklas Hoheneder ist enttäuscht.  © osnapix

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