Dotchevs warme Worte: Für CFC-Trainer Glöckner nur ein schwacher Trost!

Chemnitz - Große Charme-Offensive von Pavel Dotchev! Der ehemalige Chefcoach des FC Erzgebirge Aue hat seine schöne Zeit in Sachsen nicht vergessen.

CFC-Coach Patrick Glöckner war mit dem Auftritt seiner Truppe nicht zufrieden.
CFC-Coach Patrick Glöckner war mit dem Auftritt seiner Truppe nicht zufrieden.  © Picture Point/Gabor Krieg

Nach dem 2:2 (2:2) des FC Viktoria Köln beim CFC wetterte der Bulgare nicht etwa über die beiden Strafstöße, die die Gäste in der ersten Halbzeit verkraften mussten. Nein, Dotchev lobte den Gegner in höchsten Tönen.

"Chemnitz ist spielerisch stark, sehr strukturiert. Mit diesem Punkt gegen eine sehr gute Mannschaft sind wir hochzufrieden", erklärte Dotchev und ergänzte: "Ich wünsche dem Verein von Herzen alles Gute und hoffe, dass wir uns nächste Saison in der 3. Liga wiedersehen."

Für CFC-Trainer Patrick Glöckner waren die warmen Worte Balsam für die Seele. Denn der Auftritt seiner Elf stellte ihn dieses Mal überhaupt nicht zufrieden.

"Wir haben es nie geschafft, den Gegner so zu dominieren, wie wir das in den vergangenen Wochen getan haben. Das ist das, was mich stört", sagte der Fußball-Lehrer: "In Ballbesitz hatten wir überhaupt kein Selbstvertrauen. Wir haben viele einfache Fehler gemacht."

Philipp Hosiner verwandelte zwei Strafstöße für den CFC

Kölns Trainer Pavel Dotchev fand lobende Worte für die Himmelblauen.
Kölns Trainer Pavel Dotchev fand lobende Worte für die Himmelblauen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Aus dem Spiel heraus konnten die Himmelblauen kaum Chancen kreieren. Beide Tore fielen vom Elfmeterpunkt. Philipp Hosiner erwies sich bei Temperaturen knapp über Null als echter Eisvogel, verwandelte zweimal sicher.

Über den ersten Strafstoß - Kölns Mart Ristl holte Erik Tallig ungeschickt von den Beinen - gab es keine Diskussionen, über den zweiten schon. Tarsis Bonga hatte sich den Ball vorbeigelegt und prallte beim Sprint in den Strafraum mit Innenverteidiger Sead Hajrovic zusammen.

"Ob es Elfer war oder nicht, ist für mich völlig unwichtig. Entscheidend war, dass beide reingegangen sind", meinte Glöckner. Bonga sah die Aktion so: "Er nimmt mir den Weg. Für mich ein berechtigter Pfiff."

Dotchev sprach die strittige Szene nur kurz an: "Für mich war es kein Elfmeter. Hajrovic kann sich nicht in Luft auflösen. Aber ich bin niemanden böse. In unserer Situation müssen wir kleinere Brötchen backen. Wir nehmen jeden Punkt mit."

Für die Kölner war es das 13. Spiel in Folge ohne Sieg. Das Remis reichte ihnen, um in der Tabelle vor dem CFC zu bleiben und auf einem Nichtabstiegsplatz in die neue Woche zu starten.

CFC-Offensivmann Tarsis Bonga (l.) auf dem Weg in den Kölner Strafraum - immerhin sprang bei einer ähnlichen Aktion ein Elfmeter heraus.
CFC-Offensivmann Tarsis Bonga (l.) auf dem Weg in den Kölner Strafraum - immerhin sprang bei einer ähnlichen Aktion ein Elfmeter heraus.  © imago images/Frank Kruczynski
Schade: Nur von Teilen der CFC-Fans bekam die Mannschaft die nötige Unterstützung.
Schade: Nur von Teilen der CFC-Fans bekam die Mannschaft die nötige Unterstützung.  © Picture Point/Gabor Krieg

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