Nach CFC-MV: Ex-Vorstand Bohne verklagt Aufsichtsratschef Bauch

Stefan Bohne (l.) diskutiert mit Uwe Bauch (r.)
Stefan Bohne (l.) diskutiert mit Uwe Bauch (r.)  © Picture Point

Chemnitz - Die fast fünfstündige Mitgliederversammlung des Chemnitzer FC am Montagabend in der Messe Chemnitz hat ein juristisches Nachspiel: Ex-Vorstand Stefan Bohne verklagt Aufsichtsratschef Uwe Bauch!

"Herr Bauch wird im Laufe des heutigen Tages eine Unterlassungsklage erhalten, weil vieles von dem, was er am Montagabend erzählt hat, gelogen ist", so Bohne gegenüber TAG24.

Vor rund 550 Mitgliedern und Gästen war es bereits am Montagabend hart zur Sache gegangen. Erst untersagte Bauch dem scheidenden Vorstand, den Rechenschaftsbericht zum Geschäftsjahr 2016/17 dreigeteilt vorzutragen. So durfte nur Ex-Präsident Dr. Mathias Hänel zu den Mitgliedern sprechen. Bohne und Vorstand Nico Beltrame (inzwischen in den Aufsichtsrat kooptiert) konnten ihre Ausführungen erst zur vorgerückten Stunde präsentieren.

Stefan Bohne begann seinen Vortrag mit den Worten: "Es ist bekannt, dass Herr Bauch und ich auf persönlicher Ebene ein Problem haben."
Stefan Bohne begann seinen Vortrag mit den Worten: "Es ist bekannt, dass Herr Bauch und ich auf persönlicher Ebene ein Problem haben."  © Picture Point

Bohne begann seinen Vortrag mit den Worten: "Es ist bekannt, dass Herr Bauch und ich auf persönlicher Ebene ein Problem haben." Bauch warf dem Unternehmer aus Dresden vor, mit seiner Firma Logsol den CFC geschädigt zu haben. "Dass ein Vorstandsmitglied gleichzeitig Dienstleister des Vereins ist, geht nicht! Alle aus dem Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten ehrenamtlich." Bohne dementierte: "Hier wird versucht, einen Keil zwischen Vorstand und Aufsichtsrat zu treiben. Ich arbeite ehrenamtlich. Für die Logsol-Mitarbeiter, die in der CFC-Geschäftsstelle tätig waren, gab es klare vertragliche Regelungen. Die hat der Aufsichtsrat abgesegnet. Die Firma Logsol wollte zum 30. Juni 2017 aussteigen."

Der CFC konnte das Geschäftsjahr mit einem Plus von 186.000 Euro abschließen. Das gelang nur durch die Einmalzahlungen von der Stadt Chemnitz (Auflösung Erbbaupachtvertrag) und dem Darlehen von "eins energie". Ohne diese Geldspritzen wäre ein negatives Ergebnis von 1,6 Millionen Euro angefallen.

Krachend gescheitert ist ein CFC-Mitglied mit seinem schriftlichen Antrag, den Aufsichtsrat abzuwählen. Tom Bartel, selbst nicht in der Messe Chemnitz anwesend, hatte diesen Punkt auf die Tagesordnung setzen lassen.

Und so werden Bauch und Co. beim CFC weiterhin das Sagen haben. Innerhalb von zwei Monaten muss der Aufsichtsrat einen neuen Vorstand berufen. Die Suche nach geeigneten Kandidaten läuft.


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