Sportgericht hat entschieden: So viele Spiele ist CFC-Torjäger Frahn gesperrt

Chemnitz - Die Entscheidung ist gefallen: Nach seinem Trikot-Jubel beim Skandalspiel gegen Altglienicke hat das Sportgericht NOFV Daniel Frahn für vier Spiele gesperrt. Aber es gibt eine gute Nachricht.

In der 53. Minute im Spiel gegen Aalen hielt Daniel Frahn ein schwarzes Trikot hoch. Dafür wurde er nun bestraft.
In der 53. Minute im Spiel gegen Aalen hielt Daniel Frahn ein schwarzes Trikot hoch. Dafür wurde er nun bestraft.  © Harry Härtel/Haertelpress

"Von dieser Sperre sind zwei Meisterschaftsspiele zu verbüßen, was bereits durch die vorläufige Sperre erledigt ist. Der Rest der Strafe von zwei Begegnungen wird für die Dauer von zwölf Monaten zur Bewährung ausgesetzt. Darüber hinaus ist Spieler Frahn bis zum Ablauf der Sperre auch für alle anderen Meisterschaftsspiele seines Vereins gesperrt", teilte das Sportgericht mit.

Zusätzlich muss Frahn 3000 Euro Strafe zahlen.

"Der Fußball darf keine Bühne für Hooligans, Nazis und Rassisten sein. Wer solche sportfremden Inszenierungen unterstützt, auch aus Gedankenlosigkeit oder Naivität, verstößt gegen Grundwerte des Sports und schadet dem Ansehen des Fußballs. Spieler Frahn war aber zu Gute zu halten, dass er sich schuldeinsichtig zeigt, sein unbedachtes Verhalten öffentlich entschuldigt hat und dies bedauert, er eine vereinsinterne Geldstrafe bekommen hat und sich glaubhaft von jeglichem Nazigebahren und entsprechenden politischen Einstellungen distanziert hat", hieß es in der Begründung.

CFC-Torjäger hatte sich schon mehrfach für den Skandal-Jubel entschuldigt

Daniel Frahn wurde vom Sportgericht für vier Spiele gesperrt, wobei zwei zur Bewährung ausgesetzt wurden.
Daniel Frahn wurde vom Sportgericht für vier Spiele gesperrt, wobei zwei zur Bewährung ausgesetzt wurden.

Was war passiert? Nach dem Tor zum 3:2 beim Heimspiel gegen Altglienicke schnappte sich Daniel Frahn ein schwarzes Shirt mit der Aufschrift "Support your local hools" und hielt es in Richtung Südkurve. Dort hatte es vor Anpfiff des Spiels ein öffentliches Gedenken an den verstorbenen Hooligan und Gründer der rechtsextremen Gruppierung HooNaRa, Thomas Haller gegeben.

Bereits einen Tag nach dem Spiel hatte sich Daniel Frahn in einer Pressemitteilung und erklärt: ""Es tut mir leid, dass ich dem Verein mit meiner Art der Beileidsbekundung an die Hinterbliebenen Schaden zugefügt habe. Dafür habe ich mich heute Morgen bei den Verantwortlichen des CFC sowie meinen Mannschaftskameraden entschuldigt." Am vergangenen Montag meldete er sich bei Facebook noch einmal zu Wort und stellte in einer langen Erklärung klar: "Ich bin KEIN Sympathisant eines Neo-Nazis! Auch teile ich diese politische Einstellung NICHT und trage auch keine rechten Gedanken in mir. Das Shirt, dass ich hoch gehalten habe, diente nicht dazu, ein politisches Statement zu setzen. Mir war auch nicht bewusst, dass dieses Shirt so tief in der Neo-Nazi Szene verankert ist."

Gegen das Urteil können sowohl Daniel Frahn als auch der NOFV noch Berufung beim Verbandsgericht einlegen.

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