Sitzt CFC-Keeper Jakubov gegen seinen Ex-Verein Bautzen erneut draußen?

Chemnitz - "Zehnmal zu null! CFC-Torhüter erlebt das beste Jahr seiner Karriere" - keine zwei Wochen ist diese Schlagzeile alt. Und sie verdeutlicht, wie schnelllebig das Fußballgeschäft geworden ist.

Winterneuzugang Joshua Mroß durfte überraschend beim BAK ran, war nach dem 0:2 aber sichtlich bedient.
Winterneuzugang Joshua Mroß durfte überraschend beim BAK ran, war nach dem 0:2 aber sichtlich bedient.  © Picture Point

Nach zwei Niederlagen mit sechs Gegentoren hat Jakub Jakubov, einer der besten Keeper der Liga, seinen Platz zwischen den Pfosten verloren! Ausgerechnet vor dem Duell bei Jakubovs Ex-Verein Berliner AK 07 setzte CFC-Trainer David Bergner den Tschechen auf die Bank und beförderte Winter-Neuzugang Joshua Mroß.

Eine faustdicke Überraschung, die nicht den erhofften Erfolg brachte. Der Spitzenreiter verlor 0:2. Mroß war bei beiden Gegentoren chancenlos. Der 22-Jährige, der für den Wuppertaler SV 22 Regionalliga-Spiele absolvierte, konnte in einigen Szenen sein Können unter Beweis stellen. Er hatte auch ein, zwei Wackler drin.

"Das war keine spontane Entscheidung, sondern ein längerer Prozess", sagte Berger: "Jakub hat eine hervorragende Hinrunde gespielt. Momentan haben wir - und da meine ich das gesamte Trainerteam - das Gefühl, dass er an sich verzweifelt, dass er etwas verkrampft wirkt und in seinen Leistungen stagniert. Deshalb wollten wir ihm eine Pause gönnen, damit er sich vom Kopf her etwas frei machen kann."

Er hatte auch Wackler, aber bei den beiden Gegentoren in Berlin war Torwart Joshua Mroß chancenlos.
Er hatte auch Wackler, aber bei den beiden Gegentoren in Berlin war Torwart Joshua Mroß chancenlos.  © Picture Point

Mroß verschwand nach seinem Pflichtspiel-Debüt für die Himmelblauen kommentarlos in der Kabine.

Bergner meinte: "Joshua bringt eine gewisse Lockerheit und Unbekümmertheit mit. Er ist im Kopf sehr standhaft. Er hat in Berlin nicht alles richtig gemacht, das weiß ich auch. Aber das war ein sehr vernünftiger Einstand."

Bleibt die spannende Frage, wer am Sonnabend im Heimspiel gegen Bautzen, ebenfalls ein Ex-Verein von Jakubov, im Tor der Chemnitzer steht.

Bergner ließ das offen: "Wir warten die Trainingswoche ab, werden auch noch einmal mit Jakub reden. Wir lassen keinen fallen. Er hat uns in diese hervorragende Ausgangsposition gebracht, in der wir nach wie vor sind. Wir mussten vor dem BAK-Spiel eine Entscheidung treffen. Die muss nicht dauerhaft sein."

Bedient war in Berlin auch Jakub Jakubov - weil er auf die Bank musste.
Bedient war in Berlin auch Jakub Jakubov - weil er auf die Bank musste.  © Picture Point

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