CFC-Kicker Milde längst keine Notlösung mehr: "Er hatte mehr Talent als Stefaniak!"

Chemnitz - Neuzugang Deji Beyreuther, der in der Winterpause von Eintracht Frankfurt verpflichtete Linksverteidiger, stand am Mittwoch in Berlin erstmals im 18-Mann-Kader.

Trainer David Bergner (r.) sieht seinen neuen Linksverteidiger Paul Milde auf einem guten Weg und traut ihm noch mehr zu.
Trainer David Bergner (r.) sieht seinen neuen Linksverteidiger Paul Milde auf einem guten Weg und traut ihm noch mehr zu.  © Lutz Hentschel

Dass der 19-Jährige aber am Sonntag im Spitzenspiel beim Berliner AK den nächsten Schritt geht und in die erste Elf rückt, schloss Trainer David Bergner aus.

Grund: Zu stark ist Paul Milde, vor der Saison als Offensivkraft verpflichtet und inzwischen auf der linken Abwehrseite gesetzt.

Bergner: "So ist der Fußball. Paul hat aus der Not eine Tugend gemacht und sich vieles angeeignet. Aktuell spielt er als Außenverteidiger konstant auf sehr vernünftigem Niveau. Es wird schwer für Deji."

Bergner kennt Milde (24) seit einigen Jahren. "Ich habe ihn bei Dynamo Dresden in der ,U19' trainiert. Paul hatte mehr Talent als Marvin Stefaniak."

Letzterer wechselte 2017 zum Bundesligist Wolfsburg. Milde hatte Dynamo zwei Jahre zuvor Richtung Fürstenwalde verlassen.

2016 unterschrieb er bei Budissa Bautzen. Im August 2017 begann er im heimischen Pirna eine Ausbildung zum Automobil-Kaufmann.

Die liegt jetzt auf Eis. "Ich hatte nicht erwartet, dass ich in Chemnitz nochmal die Chance bekomme, unter Profibedingungen zu trainieren. Das will ich nutzen. Mein Ziel ist, so weit oben wir möglich zu spielen", betont Paul.

Mit dem CFC könnte es im Sommer bereits nach oben gehen. Milde will helfen, das Ziel 3. Liga zu erreichen. Selbstkritisch schätzt er ein: "Ich bin noch weit weg davon zu sagen, dass ich ein guter Linksverteidiger bin. Aber ich arbeite täglich hart daran, mich zu verbessern."

Bergner traut seinem Schützling einiges zu: "Paul hat das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht."

Paul Milde, in den letzten sieben Partien stets in der Anfangself, macht auf der linken Außenbahn auch Druck nach vorn.
Paul Milde, in den letzten sieben Partien stets in der Anfangself, macht auf der linken Außenbahn auch Druck nach vorn.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

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