CFC mit schlechtestem Drittliga-Start! Abwehr das größte Sorgenkind

Chemnitz - Sechs Punkte nach zehn Spieltagen - so schlecht ist der Chemnitzer FC noch nie in die 3. Liga gestartet! Im Abstiegsjahr 2017/18 gewannen die Chemnitzer am 10. Spieltag 3:0 in Halle und standen mit neun Zählern da.

Einer der 20 Gegentreffer: Jenas Niklas Jahn (l.) trifft beim Kellerduell in Chemnitz. Am Ende gewannen die Himmelblauen aber noch mit 3:2, der bisher einzige Saisonsieg.
Einer der 20 Gegentreffer: Jenas Niklas Jahn (l.) trifft beim Kellerduell in Chemnitz. Am Ende gewannen die Himmelblauen aber noch mit 3:2, der bisher einzige Saisonsieg.  © Picture Point/Gabor Krieg

Aktuell beträgt der Abstand zum rettenden Ufer fünf Punkte. Ist das Team drittligatauglich? Die TAG24-Analyse:

Torwart

Jakub Jakubov segelte in Großaspach vor dem zweiten Tor zwar am Eckball vorbei, an der schlechten Punkte-Ausbeute trifft den Keeper allerdings die geringste Schuld. Jakubov ist der erhoffte starke Rückhalt und als Nummer eins unumstritten.

Abwehr

Das größte Sorgenkind der Himmelblauen! 20 Gegentreffer sind der zweitschlechteste Wert der Liga. Der Wechsel von der Vierer- auf Fünferkette brachte nur kurz den erhofften Erfolg: beim 0:0 gegen Magdeburg, dem einzigen Spiel, in dem der CFC ohne Gegentor blieb.

Im Vorjahr spielte die Abwehrreihe mit fast ein und derselben Formation durch. Diese Saison wurde auf allen Innen- und Außen-Positionen getauscht und gewechselt.

Offensichtlich sind zudem die Schnelligkeitsnachteile. Zu oft reichte dem Gegner ein Pass in die Tiefe, um zum Torabschluss zu kommen.

Neuzugang Philipp Hosiner ist die große Hoffnung im Angriff des CFC.
Neuzugang Philipp Hosiner ist die große Hoffnung im Angriff des CFC.  © Picture Point/Gabor Krieg

Mittelfeld

Auf den Außenbahnen sind die Chemnitzer mit Rafael Garcia, Tarsis Bonga, Davud Tuma und Kiel-Leihgabe Noah Awuku gut und drittligatauglich besetzt.

Im zentralen Bereich fehlt die Stabilität. Die Lücke, die Kapitän Dennis Grote hinterlassen hat, ist zu groß und immer noch vorhanden. Fast wöchentlich musste sich der zweite Sechser, Matti Langer, auf einen neuen Nebenmann einstellen. Extrem kontraproduktiv, wie die Ergebnisse zeigen.

Angriff

Philipp Hosiner, der den Anfang August fristlos entlassenen Torjäger Daniel Frahn ersetzen soll, kam erst einen Monat später zum CFC. Mit seinem Doppelpack gegen Jena hat der Österreicher gezeigt, dass er dem Aufsteiger entscheidend helfen kann.

Dejan Bozic, im Vorjahr mit 21 Toren neben Frahn der Top-Stürmer, ist noch nicht in der 3. Liga angekommen.

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