Eklat beim CFC: Sobotzik rassistisch beleidigt! Frahn klagt gegen Kündigung

Chemnitz/München - Chaos! Der Chemnitzer FC kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach dem 2:2-Remis beim FC Bayern München II veröffentlichte der Verein eine Pressemitteilung, weil Sportvorstand Thomas Sobotzik aufs Übelste rassistisch beleidigt worden ist.

Thomas Sobotzik wurde in München aus dem Gästeblock übel und rassistisch beleidigt.
Thomas Sobotzik wurde in München aus dem Gästeblock übel und rassistisch beleidigt.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Deshalb habe die Mannschaft den Besuch der Fankurve ausgelassen. Während der zweiten Halbzeit habe es Äußerungen aus dem Gästeblock gegeben, "die der Chemnitzer FC mit all seinen handelnden Personen als widerlich empfindet und auf das Äußerste ablehnt".

Es sei zu "Bedrohungen und Aussagen, wie 'Thomas Sobotzik, du Judensau' oder 'Daniel Frahn ist wenigstens kein Neger' gekommen". Diese "dürfen in unserer Gesellschaft keine Akzeptanz haben".

Weiter heißt es: "Der Chemnitzer FC prüft derzeit alle rechtlichen Schritte und wird diese konsequent umsetzen."

Als wäre das noch nicht genug, hat auch noch der Fall Frahn ein gerichtliches Nachspiel.

Diese Nachricht kommt nicht überraschend. Frahn kassierte ein ordentliches Salär und besaß einen langfristigen Vertrag.

Aufgeheizte Stimmung beim Chemnitzer FC

Daniel Frahn klagt gegen seine fristlose Kündigung.
Daniel Frahn klagt gegen seine fristlose Kündigung.  © Picture Point / Gabor Krieg

Bis zum 5. August 2019. An diesem Tag erhielt der ehemalige CFC-Torjäger wegen "massiv vereinsschädigenden Verhaltens" die fristlose Kündigung. Gegen diese hat er nun Klage beim Amtsgericht eingereicht.

"Dem Verein ist bis heute nichts zugestellt worden. Wir kennen diese Nachricht nur aus der Presse", erklärte Sobotzik in der Halbzeitpause in München gegenüber "Magenta Sport".

Frahn hatte vor drei Wochen beim Auswärtsspiel in Halle im Gästeblock mit rechtsorientierten Gruppen sympathisiert.

"Daniel sieht das Problem nicht. Sein Auftritt in Halle war nur ein ganz kleines Teil im Gesamt-Puzzle", betonte Sobotzik.

Wie aufgeheizt die Stimmung im himmelblauen Lager ist, bekamen die Spieler in München erneut deutlich vor Augen geführt.

Die Bayern-Fans skandierten während des Spiels mehrmals: "Wir wollen keine Nazi-Schweine!"

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