Erste Halbzeit verschlafen! CFC noch nicht angekommen

Chemnitz - Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Ja, so knallhart geht es in der 3. Liga zu. Beim Chemnitzer FC scheint das nach dem sofortigen Wiederaufstieg noch nicht jeder verinnerlicht zu haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Himmelblauen gleich zweimal die erste Halbzeit komplett verpennten - und das gegen zwei Mitaufsteiger.

Lange standen Tarsis Bonga (l.) und seine Chemnitzer neben sich und dem Gegner. Erst in der Schlussphase wachten die Himmelblauen auf - zu spät.
Lange standen Tarsis Bonga (l.) und seine Chemnitzer neben sich und dem Gegner. Erst in der Schlussphase wachten die Himmelblauen auf - zu spät.  © imago images/Julian Meusel

Unter dem Strich steht deswegen aus den Partien zuhause gegen Mannheim (1:1) und in Köln (2:3) nur ein Zähler auf der Habenseite. "Wir wollten so schnell wie möglich in der 3. Liga ankommen", ärgert sich CFC-Coach David Bergner, dass seine Elf die ersten beiden Spieltage vertriefte.

Dabei fiel jeweils die erste Halbzeit auf die Füße. Gegner Mannheim machte aus einer Vielzahl an Chancen nur ein Tor. Köln immerhin zwei - jeweils aus schnellem Umschaltspiel heraus. "In der ersten Halbzeit sind wir weder in die Zweikämpfe gekommen, noch konnten wir das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Wenn wir in Ballbesitz sind, wollen wir in den Räumen mutig Fußball spielen. All das haben wir überhaupt nicht umsetzen können", hadert Bergner.

Nach der Pause legten die Domstädter dann noch den dritten Treffer nach. "Wir wollten mutig herauskommen und laufen aus einem eigenen Standard ins 0:3. Danach musste wir Angst haben, nicht komplett auseinandergenommen zu werden", zeigt sich Bergner bedient.

Stürmer Bozic fand nicht ins Spiel

Diese Gesichter sprachen Bände: CFC-Chefcoach David Bergner (M.) und sein Co Sreto Ristic waren vom Auftritt ihrer Mannschaft eine Stunde lang enttäuscht.
Diese Gesichter sprachen Bände: CFC-Chefcoach David Bergner (M.) und sein Co Sreto Ristic waren vom Auftritt ihrer Mannschaft eine Stunde lang enttäuscht.  © imago images/Manfred Heyne

Weil ihm Torjäger Daniel Frahn, der seit der Mannheim-Partie über muskuläre Probleme klagte, kurzfristig nicht zur Verfügung stand, ließ er im 4-1-4-1 mit Dejan Bozic als Stoßstürmer starten.

Bis auf eine Direktabnahme in der 20. Spielminute und dem Handelfmeter zum 1:3 gut eine Viertelstunde vor Abpfiff hing der Mittelstürmer mehr oder weniger komplett in der Luft. Immerhin hauchte der Deutsch-Serbe dem "Club" wieder neues Leben ein. Tarsis Bonga verkürzte zehn Minuten vor Schluss noch auf 2:3.

"Die Reaktion stimmt froh. Wir hatten gar nix mehr zu verlieren und agierten dann deutlich aggressiver in den Zweikämpfen. Aber ich bin unfassbar traurig, dass wir die ersten 60 Minuten nicht stattgefunden haben", packt Bergner seine Elf damit irgendwie schon fürs Mittwochspiel gegen den SV Meppen an der Ehre.

Denn viel Zeit traurig zu sein, bleibt in der englischen Woche nicht wirklich.

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