Wiedersehen mit Lautern lässt CFC-Co-Trainer Christian Tiffert kalt: "Das ist eine Ewigkeit her!"

Chemnitz - Träumereien, Schwelgen in Erinnerungen, Fußball-Romantik? Nicht das Ding von Ex-Bundesliga-Profi Christian Tiffert!

Zwischen 2010 und 2012 lief Christian Tiffert (r.), hier im Zweikampf mit Freiburgs Daniel Caligiuri, 63 Mal für den 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga auf. Im zweiten Jahr war er Kapitän.
Zwischen 2010 und 2012 lief Christian Tiffert (r.), hier im Zweikampf mit Freiburgs Daniel Caligiuri, 63 Mal für den 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga auf. Im zweiten Jahr war er Kapitän.  © imago images/Sportnah

Für den 37-Jährigen, seit wenigen Wochen Co-Trainer beim CFC, gibt es am Sonntag ein Wiedersehen mit dem 1. FC Kaiserslautern.

"Ich hatte dort mein erfolgreichstes Bundesligajahr. Mein Sohn wurde in dieser Stadt geboren. Aber das ist gefühlt eine Ewigkeit her. Ich kümmere mich um den Verein, wo ich arbeite. Sonst hätte ich ein absolutes Zeitproblem", sagt Tiffert.

Stimmt. Denn er ist ordentlich herumgekommen. Stuttgart, Duisburg, Kaiserslautern, Bochum, Aue - mit diesen Vereinen spielte er in der 1., 2., 3. Liga. Dazwischen im Ausland: Salzburg, Seattle. Nicht zu vergessen der kurze Ausflug zum HFC.

In Halle endete seine Karriere im Sommer still und leise. Irgendwie passend für Tiffert, der sich selbst nicht zu wichtig nimmt und ehrlich zugibt: "Ich habe nie von einer Karriere als Fußballprofi geträumt. Es ist einfach passiert, weil ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war."

"Ich habe mich hier beim CFC vom ersten Tag an sehr wohl gefühlt"

Erst Praktikant, jetzt engagierter Co-Trainer beim CFC - Christian Tiffert, der in seiner langen Karriere acht Mal in der Champions League spielte, 225 Bundesliga-Einsätze bestritt und 155 Mal in der 2. Liga auflief.
Erst Praktikant, jetzt engagierter Co-Trainer beim CFC - Christian Tiffert, der in seiner langen Karriere acht Mal in der Champions League spielte, 225 Bundesliga-Einsätze bestritt und 155 Mal in der 2. Liga auflief.  © picture point/Sven Sonntag

Mit dieser Gelassenheit stellt er sich auch seiner neuen Aufgabe beim CFC. Ende Juli kam er als Hospitant: "Man guckt man mal da, mal dort. Zu sagen hat man nichts. Welcher Trainer lässt sich von einem Praktikanten schon etwas erklären. Wir sind schließlich im Profisport."

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Chefcoach David Bergner zog sich zurück. Patrick Glöckner übernahm. "Und ich saß noch im Büro", lacht Tiffert. Der Verein bot ihm die Stelle des Co-Trainers an. Tiffert, in Besitz der A-Lizenz, sagte zu, "weil ich das gern mache. Ich habe mich hier beim CFC vom ersten Tag an sehr wohl gefühlt, hatte sofort einen guten Draht zu den Jungs. Ich bin dem Verein sehr dankbar."

Mit dem Duo Glöckner/Tiffert kamen Selbstvertrauen und Erfolg zurück. Vier Punkten gegen zwei Zweitliga-Absteiger sollen gegen Lautern weitere drei folgen. Tiffert: "Wenn wir so weitermachen wie in Ingolstadt, ist mir nicht bange."

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