Ausgerechnet Garbuschewski! Beim 2:2 lässt CFC zwei Punkte liegen

Tor für Cottbus in den Schlusssekunden. CFC-Torwart kann dem Ball nach Freistoß von Ronny Garbuschewski (nicht im Bild) nur hinterherschauen.
Tor für Cottbus in den Schlusssekunden. CFC-Torwart kann dem Ball nach Freistoß von Ronny Garbuschewski (nicht im Bild) nur hinterherschauen.

Von Sebastian Wutzler

Cottbus - Solche Geschichten schreibt nur der Fußball. Ausgerechnet der beim CFC geschasste Ronny Garbuschewski vermieste dem Chemnitzer FC beim FC Energie Cottbus den sicher geglaubten Auswärtssieg. In der Nachspielzeit streichelte der Filigrantechniker einen Freistoß aus 18 Metern zum 2:2 (1:1)-Endstand in die Maschen.

Damit warten die Himmelblauen seit elf Spielen in der Fremde auf einen Dreier. Nur ein schwacher Trost: Für den CFC endete in Cottbus die lang anhaltende Torflaute.

Frank Löning spielte nach exakt 972 Minuten ohne Auswärtstreffer den Erlöser. Der Sturm-Neuzugang, der im Winter aus Aue kam, traf nach überlegter Vorarbeit von Philip Türpitz zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (27.).

Fünf Minuten zuvor war der CFC in Rückstand geraten. Garbuschewski bediente den klar im Abseits stehenden Tim Kleindienst, der nach einem Solo Keeper Philipp Pentke umkurvte und zum 1:0 einschob (22.).

Tor für Chemnitz. Anton Fink verwandelt gegen FC Energie-Torwart Kevin Müller einen Foulstrafstoß zum 1:2.
Tor für Chemnitz. Anton Fink verwandelt gegen FC Energie-Torwart Kevin Müller einen Foulstrafstoß zum 1:2.

Kleindienst hätte die Lausitzer schon nach einer Viertelstunde in Führung schießen müssen. Nach einem groben Schnitzer von Nils Röseler stiefelte der Energie-Stürmer auf den Chemnitzer Kasten zu, doch Pentke blieb Sieger.

Agierten die CFC-Kicker im ersten Durchgang nach vorn oftmals noch zu brav, zeigten sie zu Beginn der zweiten Hälfte mehr Entschlossenheit. Türpitz drang energisch in den Cottbuser Strafraum ein und konnte von Ebewa-Yam Mimbala nur durch ein Foul gestoppt werden. FIFA-Schiedsrichter Daniel Siebert aus Berlin entschied folgerichtig auf Elfmeter, den Kapitän Anton Fink sicher verwandelte - 2:1 (56.).

Anschließend standen die Chemnitzer zwar sicher in der Abwehr, verpassten aber die Entscheidung. „Wir haben im Vorwärtsgang die Bälle zu schnell verloren und in den letzten zehn Minuten um den Ausgleich gebettelt“, analysierte Abwehrchef Marc Endres.

Aus dem Spiel heraus gelang Energie nur wenig, doch dann schlug die Stunde von Garbuschewski, der nach seinem Tor zum 2:2 auf übertriebene Jubelorgien übrigens verzichtete...

Im Bild, v.l.: Nikolas Ledgerwood, Torschütze Ronny Garbuschewski, Sven Michel und Robin Szarka (alle Cottbus), Torjubel nach dem 2:2 Ausgleich in den Schlusssekunden.
Im Bild, v.l.: Nikolas Ledgerwood, Torschütze Ronny Garbuschewski, Sven Michel und Robin Szarka (alle Cottbus), Torjubel nach dem 2:2 Ausgleich in den Schlusssekunden.

Fotos: Picture Point


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