CFC-Neuzugang Bohl feiert perfekten Einstand

Chemnitz - Das nennt man einen perfekten Einstand! Erstmals stand Daniel Bohl am Sonnabend für den CFC in der 3. Liga auf dem Platz. Er krönte seinen starken Auftritt bei den Bayern-Bubis mit dem schönen Kopfballtor zum 1:0.

Die Freude stand Daniel Bohl ins Gesicht geschrieben. In 130 Drittligaspielen traf er sieben Mal. Beim CFC hat es gleich im ersten Anlauf geklappt.
Die Freude stand Daniel Bohl ins Gesicht geschrieben. In 130 Drittligaspielen traf er sieben Mal. Beim CFC hat es gleich im ersten Anlauf geklappt.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Natürlich freue ich mich, dass ich auf Anhieb für meinen neuen Verein getroffen habe", meinte Bohl, der für den verletzten Tobias Müller in die Startelf gekommen war.

Am Ende hatte er gemischte Gefühle: "Wir haben gegen eine spielstarke Mannschaft nicht verloren. Das ist okay. Aber mit der ersten Halbzeit, wo wir sehr gut verteidigt haben, und dem Führungstor wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen."

Dass es letztlich nur ein Zähler wurde, lag an einer 15-minütigen Schwächephase in der zweiten Halbzeit.

Bohl: "Das 1:0 hätte uns eigentlich mehr Schwung geben müssen. Aber wir wurden ängstlicher. Plötzlich waren die Abstände zu groß und wir nicht mehr aufmerksam genug. Deshalb ging das Remis am Ende in Ordnung."

Die Partie in München war bereits seine 131. in der 3. Liga. Nach dem Abstieg von Cottbus war der 25-Jährige einige Wochen vereinslos. Bohl hielt sich fit. Zunächst im heimatlichen Saarland bei der SV Einöd, später im Sommercamp der Spielergewerkschaft VDV in Duisburg.

Mit diesem wuchtigen Kopfball brachte Daniel Bohl (M.) den CFC in Müchen in Führung. Bayern-Torhüter Christian Früchtl hatte keine Chance.
Mit diesem wuchtigen Kopfball brachte Daniel Bohl (M.) den CFC in Müchen in Führung. Bayern-Torhüter Christian Früchtl hatte keine Chance.  © Picture Point/Gabor Krieg

Anfang August lud ihn der CFC zum Probetraining ein. Bohl, der mit Mainz II. drei Jahre in der 3. Liga spielte, später nach Halle und Cottbus wechselte, überzeugte.

Zwei Tage vor dem Pokalhit gegen den Hamburger SV unterschrieb er den Vertrag.

Sein Wunsch, weiterhin in der 3. Liga zu kicken, ging in Erfüllung. Die Kehrseite der Medaille: Seine Freundin wird er auch in den kommenden Monaten eher selten sehen.

"Sie bleibt im Saarland, studiert dort. Das ist eine gewisse Entfernung", sagt Bohl, der noch im Hotel wohnt, die neue Wohnung aber schon gefunden hat.

In Chemnitz fühlte er sich wohl. "Ich bin super aufgenommen worden, das sind alles nette Jungs."

Jetzt muss es nur noch mit dem ersten Saisonsieg klappen. Morgen Abend kommen die Münchner Löwen an die Gellertstraße. "Viel investieren, ans Limit gehen, das Maximum herausholen", lautet Bohls Ansage: "Natürlich wollen wir irgendwann den ersten Dreier holen."

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