Berlin errichtet jüdischen Bildungscampus

Berlin - Erstmals seit dem Holocaust entsteht in Berlin wieder ein großes jüdisches Bildungszentrum. Die orthodoxe Chabad Gemeinde feiert an diesem Sonntag (1. März) Juni das Richtfest für ihren neuen Campus in Wilmersdorf.

Einer der Hauptsponsoren des Campus ist die britisch-jüdische Pears Foundation, die auch den Namensgeber des künftigen "Pears Jüdischer Campus" ist.
Einer der Hauptsponsoren des Campus ist die britisch-jüdische Pears Foundation, die auch den Namensgeber des künftigen "Pears Jüdischer Campus" ist.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Das siebenstöckige Gebäude soll nicht nur eine Schule und einen Kindergarten für insgesamt 500 Kinder haben. Vorgesehen sind Räume für Sport und Musik, Familien- und Gemeindeveranstaltungen. Auch ein Fort- und Weiterbildungszentrum für Lehrer soll im dem neuen Campus entstehen.

Zu dem Fest werden Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz sowie Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) erwartet. Das Projekt wird von der Bundesregierung, dem Land Berlin und mehreren Stiftungen unterstützt. Zwei Drittel der Kosten von rund 18 Millionen Euro seien bereits gedeckt. Chabad hat schon jetzt mehrere Bildungseinrichtungen in Berlin.

Sie sind über das Stadtgebiet verteilt und sollen in dem neuen Zentrum gebündelt werden. Chabad Lubawitsch ist eine weltweit aktive orthodoxe jüdische Bewegung.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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