Brutale Taufe: Priester ohrfeigt Baby, weil es nicht aufhört zu weinen

Champeaux - Dass Babys bei ihrer Taufe schreien, ist nichts Ungewöhnliches. Dennoch verlor ein Priester in Frankreich deshalb die Beherrschung und schockierte damit nicht nur die Familie des Kleinen.

Der Priester packt das Kind fest am Kopf, verpasst ihm schließlich einen Klaps. Dafür wurde der 89-Jährige nun suspendiert.
Der Priester packt das Kind fest am Kopf, verpasst ihm schließlich einen Klaps. Dafür wurde der 89-Jährige nun suspendiert.  © Screenshot YouTube/France Global News

Wie Videoaufnahmen der Zeremonie in einer Kirche im französischen Champeaux zeigen, redet der katholische Priester Jacques Lacroix (89) zunächst auf den zweijährigen Jungen ein. "Beruhige dich, beruhige dich, du musst dich beruhigen", sagt er und fügt hinzu: "Sei still!"

Als das Kind weiter weint, drückt er dessen Gesicht fest in seine Hände, starrt es an und schlägt ihm mit der linken Hand schließlich auf die Wange. Die Eltern und andere Familienmitglieder sind sichtlich entsetzt und befreien den Jungen aus dem Griff des Priesters.

Er sorgte mit seiner Ohrfeige nicht nur für weltweite Empörung, sondern auch für seinen eigenen Rausschmiss. Denn einem Bericht der "Daily Mail" zufolge wurde Lacroix nach dem Vorfall in den sofortigen Ruhestand versetzt.

Der Priester selbst rechtfertigte seine Handlung im französischen Radio so: "Es war irgendwo zwischen einer Liebkosung und einem Klaps, ich hoffte, ihn zu beruhigen, ich wusste nicht, was ich tun sollte. Das Kind schrie viel und ich musste seinen Kopf drehen, um Wasser darüber zu gießen."

Bei der Familie habe er sich für seine "Ungeschicklichkeit" entschuldigt. Dem örtlichen Bischof reichte das jedoch nicht. Er suspendierte Lacroix von allen Taufen und Hochzeitszeremonien. Er dürfe künftig nur noch die Messe feiern, wenn dies vorher geklärt werde.

Der Priester habe die Beherrschung verloren, was der Bischof auch auf dessen altersbedingte Erschöpfung zurückführte: "Diese Geste ist umso bedauerlicher, als die Taufe ein glücklicher Moment sein soll, aber Müdigkeit und hohes Alter spielten eindeutig eine Rolle". Entschuldigen würde das sein Handeln aber nicht.

Es ist übrigens nicht das erste Taufvideo, das in diesem Jahr große Aufregung auslöst. Im Mai stand ein griechischer Priester am Pranger, als er ein Baby mehrfach mit voller Wucht ins Taufbecken tauchte (TAG24 berichtete).

Anders als in Frankreich schienen die Eltern damals jedoch nicht besorgt um ihr Kind. In der griechisch-orthodoxen Kirche sei eine solch harte Vorgehensweise keine Seltenheit, hieß es zur Erklärung.


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