Nicht für Champions League nominiert! Emre Can geht auf Juve und Trainer Sarri los

Turin - Jetzt könnte es schmutzig werden! Nationalspieler Emre Can wurde von Juventus-Trainer Maurizio Sarri nicht für die Champions League gemeldet - dieser versteht die Entscheidung nicht und zählt den Trainer nun an.

Emre Can ist aktuell bedient. So hat er sich seinen Verbleib beim italienischen Rekordmeister nicht vorgestellt.
Emre Can ist aktuell bedient. So hat er sich seinen Verbleib beim italienischen Rekordmeister nicht vorgestellt.  © Antonio Polia/dpa

Der 25-Jährige wurde in diesem Sommer mit mehreren europäischen Top-Klubs in Verbindung gebracht. Gerüchten zufolge soll sich sogar der FC Barcelona nach dem gebürtigen Frankfurter erkundigt haben. Letztlich blieb er bei der "Alten Dame" und geht nun in seine zweite Serie-A-Saison.

Nachdem es im Mittelfeld der "Bianconeri" ein dichtes Gedränge gibt, hat sich Can mit einem Abschied nur ein Jahr nach seinem Wechsel vom FC Liverpool beschäftigt und Angebote mit seinem Management geprüft.

Kontakt mit dem französischen Serienmeister Paris Saint-Germain soll es demnach auch gegeben haben. "Ich und mein Berater haben mit anderen Vereinen gesprochen, Paris war auch dabei", so Can.

"Nach Gesprächen mit Juventus habe ich mich dafür entschieden, zu bleiben. Für mich war eine Bedingung, in der Champions League zu spielen", sagte der ehemalige Bundesliga-Spieler.

Dann holte er gegen den Klub und Neu-Trainer Maurizio Sarri aus. In einer Medienrunde zählte er Verein und Coach an: "Ich bin schockiert und sauer. Letzte Woche hat der Verein mir noch etwas anderes versprochen".

Nationalspieler überrascht: "Dann wäre ich nicht bei Juve geblieben"

Einst noch Kollegen bei der deutschen Nationalmannschaft, bleiben sie nun zunächst bei Juventus Team-Kameraden. Jedoch vorerst nicht in der Champions League
Einst noch Kollegen bei der deutschen Nationalmannschaft, bleiben sie nun zunächst bei Juventus Team-Kameraden. Jedoch vorerst nicht in der Champions League  © Christian Charisius/dpa

Dann die deutliche Kritik an Sarri, in der er unter anderem die Art und Weise seiner Nichtberücksichtigung kritisiert: "Gestern ruft der Trainer mich an und teilt mir in weniger als einer Minute mit, dass ich nicht im Kader stehe. Ich kann es mir nicht erklären. Man hat mir bis heute keinen Grund genannt."

Der 21-fache National-Kicker stellte auch ausdrücklich klar, dass "wenn ich das drei Tage eher erfahren hätte, dann wäre ich nicht bei Juve geblieben. Der Umgang mit mir war nicht ehrlich." Rumms!

Im Zentrum hat der CR7-Klub neben Miralem Pjanic, Blaise Matuidi und Rodrigo Bentancur auch die beiden Neuzugänge Aaron Ramsey von Arsenal London und Adrien Rabiot von PSG. Allesamt wurden für die Champions League gemeldet, genauso wie der Ex-Nationalspieler Sami Khedira.

Auch Khedira wurde im Sommer des Öfteren mit einem möglichen Abgang von Juve in Verbindung gebracht. Letztlich blieb der 32-Jährige jedoch. Auch über einen Abgang des gleichaltrigen Franzosen Blaise Matuidi wurde viel spekuliert, doch der Weltmeister von 2018 blieb ebenfalls.

Dass es nun mit der Nichtberücksichtigung ausgerechnet Emre Can trifft, kommt daher durchaus überrraschend.

Auch Mario Mandzukic nicht berücksichtigt

Auch Mandzukic bleibt, doch auch er schaut erstmal in die Röhre.
Auch Mandzukic bleibt, doch auch er schaut erstmal in die Röhre.  © Jonathan Moscrop/CSM via ZUMA Wire/dpa

Neben dem ehemaligen Bayern-Profi wurde ein weiteres Schwergewicht nicht für die Königsklasse gemeldet und von Trainer Sarri somit abgesägt: Kroaten-Stürmer Mario Mandžukić (32).

Im Sommer wurde dieser ebenfalls heiß gehandelt auf dem Transfermarkt - soll unter anderem von Niko Kovac mehrfach in der Bayern-Führungsriege als Lewandwoski-Ersatz angepriesen worden sein, eine Rückkehr zum deutschen Rekordmeister war für ihn definitiv eine Option. Selbst über ein Engagement bei Borussia Dortmund wurde spekuliert.

Doch auch er blieb und muss nun den Kampf um den Henkelpott vom Sofa aus verfolgen, genau wie Kapitän Giorgio Chiellini, der sich erst kürzlich das Kreuzband im rechten Knie riss und am Dienstag erfolgreich operiert wurde. Er fehlt seinem Team um Super-Star Cristiano Ronaldo mindestens sechs Monate.

Der Champions-League-Kader darf maximal 25 Spieler umfassen. Darin müssen mindestens zwei Torhüter und acht sogenannte "Local Player" Platz finden. "Local Player" sind Spieler, die vom Verein ausgebildet wurden. Nach erfolgreichem Bestehen der Gruppen-Phase kann man jedoch für die K.-O.-Phase nachnominieren.

Für Can besonders bitter: Er wäre in der Gruppe D unter anderem auf seinen EX-Klub Bayer 04 Leverkusen getroffen.

Hält seit dieser Saison die Zügel in der Hand: Maurizio Sarri kam vom FC Chelsea und coacht nun die "Alte Dame".
Hält seit dieser Saison die Zügel in der Hand: Maurizio Sarri kam vom FC Chelsea und coacht nun die "Alte Dame".  © Andrew Matthews/PA Wire/dpa

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